Leverkusen: Nach Köln: Feiern mehr Jecke in Leverkusen?

Leverkusen: Nach Köln: Feiern mehr Jecke in Leverkusen?

In Opladen und Wiesdorf wird über die närrischen Tage wieder in zwei Festzelten reichlich Programm geboten. In Sachen Sicherheit habe sich das Konzept der vergangenen Jahre bewährt, sagt der Betreiber, Johannes Brüls.

Den närrischen Tagen sieht Johannes Brüls diesmal ganz besonders gespannt entgegen. "Nach den Vorfällen in Köln ist es schwer abzuschätzen, wie sich die Leute verhalten", sagt der Betreiber der zwei Karnevalszelte in Opladen und Wiesdorf. "Entweder bleiben sie diesmal zu Hause, oder sie sagen: ,Jetzt erst recht.'" Möglicherweise feierten auch Jecke, die normalerweise nach Köln fahren, nun lieber in Leverkusen.

Jeweils 1000 Plätze gibt es in den mobilen Partyhallen, die mit Unterstützung der Ganser-Brauerei in Wiesdorf vor der Rathaus-Galerie und in Opladen auf dem Marktplatz stehen. Geöffnet ist an den Veranstaltungsabenden bis 1 Uhr nachts. Die Musik wird um 24 Uhr ausgestellt.

  • Leverkusen : Das närrische Festzelt-Programm

Ein neues Sicherheitskonzept sei nach den Übergriffen in der Silvesternacht nicht nötig. Es sei mit Rettungsdienst, Feuerwehr, Ordnungsamt, Polizei und Straßenverkehrsamt abgestimmt, das Sicherheitspersonal habe sich in den vergangenen Jahren bewährt. "Leute, die nach Ärger aussehen, werden gar nicht erst reingelassen", sagt Brüls. "Sie sind in der Regel auch nicht verkleidet." Und sollte es im Zelt doch zu Streitigkeiten oder Problemen kommen, müsse man eben die Polizei rufen. Bewährt habe sich auch das Konzept, nur Besucher ab 16 Jahren hereinzulassen. "Dann ist klar, dass sie auch Bier trinken dürfen." Getränke mit mehr Prozenten gebe das Thekenpersonal dagegen nur an mindestens 18-Jährige aus, im Zweifel gegen Vorlage eines Ausweises. So wolle man ein Komasaufen verhindern.

Zuletzt hatte es auf der Kippe gestanden, ob Brüls, der die Festzelte seit 2009 betreibt und dafür eine Gebühr an den Festausschuss Leverkusener Karneval bezahlt, dies fortsetzen wird. "Im vergangenen Jahr habe ich damit ein Minus gemacht", berichtet der 36-Jährige. "Aber ich bin mit dem Herzen dabei." So werde es wohl bleiben.

(sug)