Leverkusen : Knatsch um KG Rheinflotte

Der Festausschuss Leverkusener Karneval und die Karnevalsgesellschaft Rheinflotte liegen im Clinch. Hintergrund: ein Funktionärs-Streit, der darin gipfelt, dass der Rheinflotte die erneute Aufnahme in den FLK verwehrt wurde.

Öffentlich wurde der Knatsch jetzt durch eine Einladung zur Karnevals-Sitzung, die die Rheinflotte mit dem Jubilaren-Verein der Theodor Wuppermann GmbH am Samstag, 6. November, ab 17.30 Uhr im Lindenhof Manfort feiert. In der schriftlichen Vorstellung der beiden Tanzgruppen mit insgesamt mehr als 50 Mitgliedern, die er in diesen Tagen versendet, stellt Rheinflotten-Chef Wolfgang Schneider die Frage: "Warum wir kein Mitglied im Festausschuss Leverkusener Karneval werden durften, ist uns nicht klar." Hinzugefügt ist das Ablehnungsschreiben des FLK, das keine Begründung enthält.

"Herr Schneider kennt die Gründe doch genau", sagt FLK-Chef Uwe Krause. Vor einigen Jahren habe er Ärger um die Abführung von Einnahmen aus dem Pin-Verkauf gemacht, den Festausschuss daraufhin im Streit verlassen. Seinen erneuten Aufnahmeantrag hätten jetzt 25 von 26 anwesenden Gesellschaften bei der FLK-Jahresversammlung abgelehnt.

Schneider bestätigt die Vorfälle, betont aber, ihm sei es darum gegangen, dass die Gelder "besser in die Jugendförderung statt in die defizitäre Prinzenproklamation mit auswärtigen Kräften gesteckt werden". Auch wolle nicht er den Wiedereintritt, sondern vor allem die jungen Leuten im Verein: "Die treten zwar in Köln auf, aber bisher kaum in Leverkusen." Ohne FLK-Mitgliedschaft traue sich kaum ein Veranstalter, sie zu buchen. Für Krause ist das dagegen völliger Blödsinn: "Wir schreiben niemandem vor, wen er verpflichten soll."

(RP)