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Noch 6 Tage bis Weiberfastnacht: Jecke katholische Frauen

Noch 6 Tage bis Weiberfastnacht : Jecke katholische Frauen

Nach der überstandenen Krise feierten die Damen in Hitdorf hemmungslos. "kdf ist Trumpf" war das Motto der jecken und rappelvollen Sitzung. "Zwei Tratschwiever" packten heikle Familiengeschehnisse aus.

Die Krise ist überstanden, auch bei den jecken Damen der kfd in Hitdorf. Letztes Jahr war noch Sparsamkeit angesagt, da hatten sie sich zwar nicht in Sack und Asche, aber doch in Schottenkleidung gehüllt. Für die aktuelle Damensitzung in dieser Woche haben sie sich hemmungslos der Spielsucht hingegeben. Auch im wie immer rappelvollen Saal hatten viele das Motto "kfd ist Trumpf" aufgegriffen und Frisuren oder Hüte mit Spielkarten oder den entsprechenden Symbolen garniert. Als lebendige Karten der Farben Herz, Karo, Pik und Kreuz wachten die Damen des Elferrats darüber, dass im Laufe eines langen Programms genügend gelacht und geschunkelt wurde.

Selbstgemachte Orden

Wie es seit der ersten kfd-Sitzung dieser Art 1978 Brauch ist, waren sowohl die Orden selbst gemacht —die fertigte wieder Wilfried Geberzahn an — als auch das Programm, das seine Frau Otti Geberzahn zusammenstellte. Mit größtem Vergnügen, wie sie in der Pause versicherte. Und das liegt vor allem daran, dass es bei der Katholischen Frauengemeinschaft nicht an Nachwuchs mangelt.

Zwar sind viele Mitglieder ziemlich in die Jahre gekommen, aber es gibt eine ganze Reihe von jungen Frauen, die diese Traditi |on fortführen. "Die waren gestern schon beim Eindecken der Tische aktiv und die sind auch morgen früh zum Aufräumen wieder da", betont die altgediente Frau für alle Fälle: "Mit so einem flotten Team macht das einfach Spaß." Flott ist das Team nicht nur beim Küchendienst, sondern auch auf der Bühne. Denn die jüngere Generation stellt das kfd-Ballett, das sich selbstverständlich jedes Jahr einen neuen Höhepunkt einfallen lässt. Dieses Mal kamen sie im Kosaken-Kostüm und nach der Pause als Funny Girls.

Die Tanzgruppe der Altstadtfunken waren wieder zu Gast, die der KG Hetdörper Mädche un Junge und das Männer-Ballett "De sibbe Schröm". Schunkellieder gehören ebenso zum alljährlichen Muss wie Klaus Werner als "Dä Jung vom Bottermaat". Und wie schon von allen erwartet, verließ auch Präsidentin Marlene Emons wieder ihren Posten für einen verbalen Schlagabtausch mit ihrer Tochter Ruth Emons-Gnotke. Als zwei Tratschwiever packten sie heikle Familiengeheimnisse aus, an denen hoffentlich nicht viel Wahrheit ist.

Importierter Neuzugang

Vor dem Finale mit dem Hitdorfer Dreigestirn und der Fährgarde gab es einen Neuzugang, importiert aus der Nachbargemeinde: de Frau Kannegießer, alias Friedrich, von Heilig Kreuz.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sitzungsreiches Karnevalswochenende in Leverkusen

(RP)