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Leverkusen: FLK-Kostümsitzung ist jetzt Tradition

Leverkusen : FLK-Kostümsitzung ist jetzt Tradition

Nach der Weihnachts- und Neujahrspause nimmt die fünfte Jahreszeit jetzt wieder Fahrt auf - muss sich auch, denn diese Session ist kurz. So auch beim Festkomitee Leichlinger Karneval (FLK), das am vergangenen Freitag seinen inzwischen jährlich stattfindenden Kostümball im Haus Klippenberg veranstaltete.

Knapp 150 Gäste - selbstverständliche alle kostümiert - feierten ausgelassen bis spät in die Nacht. Der frühe Teil des Abends war wie eine Sitzung aufgebaut. Es gab Darbietungen von befreundeten Karnevalsvereinen, den Kinder-Tollitäten und Büttenrednern. Später konnten dann auch die Besucher zur Musik der Band "Trio Glasklar" richtig aktiv werden.

Natürlich durfte auch ein Auftritt vom diesjährigen Prinzen, Michael III., nicht fehlen. Als seine Adjutanten hat er sich Nani Ghirmay (23) und Jamal Mohamed (21), zwei Flüchtlinge aus Eritrea, ausgesucht (wir berichteten). Seit mehr als drei Jahren sind die beiden in Deutschland, und auch wenn dies ihre erste Session ist, so scheinen sie doch relativ schnell Gefallen daran gefunden zu haben. Sie haben nicht nur schon zahlreiche Orden gesammelt, sondern dürfen als Adjutanten eben auch beim Umzug auf dem Prinzenwagen mitfahren, und für die Wagenengel konnten sie auch gleich vier ihrer Landsleute engagieren. "In Eritrea gibt es auch ein Festival, wo verschiedene Gruppen ihre eigenen Trachten tragen, ähnlich wie hier", berichtet Nani. Und Michael Altmeyer-Lange alias Michael III. ergänzt: "Ich durfte schon bei ein paar Feten von Eritreern dabei sein - und die können schon gut feiern. Ihr Tänze sind zwar anders, aber auch schnell zu lernen."

Feier können auch die Leichlinger; der Kostümball ist quasi eine Tradition - er fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. "Vor drei Jahren haben wir unser Jubiläum zum 44-jährigen Bestehen, oder vier mal elf, wie wir sagen, gefeiert. Ansonsten hatten wir immer nur eine Damensitzung, aber wir wollten zusätzlich eine Veranstaltung, zu der auch Männer und Kinder kommen konnten", erläutert Beate Tittelbach, Präsidentin des FLK. "Aufgrund der kurzen Session war es dieses Mal schwer, einen Termin zu finden. Jeder Verein hat seine eigene Sitzung, und alle versuchen, es so zu organisieren, dass man sich noch gegenseitig besuchen kann." Prima geklappt hat es dann doch.

(RP)