1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen: Karneval: D'r Prinz kütt, die Umzüge auch

Leverkusen : Karneval: D'r Prinz kütt, die Umzüge auch

Ein bisschen Nervenkitzel wird Uwe Krause, Chef des Festausschusses Leverkusener Karneval (FLK), beim Sessionsauftakt am Sonntag, Elfter im Elften, spüren. Spannender aber wird für den Karnevalisten in diesem Jahr ein anderes Datum – Dienstag, 13. November. Dann starten Verhandlungen mit dem Malteser Hilfsdienst. "Die verlangen 130 Prozent Zuschlag für ihre Sanitätsdienste beim Wiesdorfer Zug", berichtet Krause im RP-Gespräch. "Gewerkschaften kämpfen manchmal schon um Erhöhungen von zwei Prozent. Das, was die Malteser wollen, ist da natürlich ein ganz schöner Brocken. Wir müssen sehen, wie sich das entwickelt."

Ein bisschen Nervenkitzel wird Uwe Krause, Chef des Festausschusses Leverkusener Karneval (FLK), beim Sessionsauftakt am Sonntag, Elfter im Elften, spüren. Spannender aber wird für den Karnevalisten in diesem Jahr ein anderes Datum — Dienstag, 13. November. Dann starten Verhandlungen mit dem Malteser Hilfsdienst. "Die verlangen 130 Prozent Zuschlag für ihre Sanitätsdienste beim Wiesdorfer Zug", berichtet Krause im RP-Gespräch. "Gewerkschaften kämpfen manchmal schon um Erhöhungen von zwei Prozent. Das, was die Malteser wollen, ist da natürlich ein ganz schöner Brocken. Wir müssen sehen, wie sich das entwickelt."

Generell aber, sagt Krause, seien die Züge in Wiesdorf und Opladen finanziell gesichert. Der Verkauf der aktuellen FLK-Anstecknadeln (Pins) liefe, auch die Aktion der Opladener Vereine auf der Bierbörse habe Geld eingebracht. "In diesem Jahr ist unserer Ehrenpräsident Willi Hentges verstorben. Statt Kränzen wurde um Spenden zum Erhalt des Karnevals in Leverkusen gebeten — sicher ganz im Sinn von Willi Hentges", berichtet Krause. Rund 6000 Euro seien so zusammengekommen.

  • Leverkusen : Manfred Kafier wird neuer Karnevals-Prinz
  • Fotos : Karneval in Leverkusen: Proklamation von Prinz Dieter III.
  • Fotos : D'r Zoch kütt in Schlebusch

In Opladen wird es ab Altweiber-Donnerstag wieder eine Kirmes auf dem Marktplatz geben, sagt er zu. Nur auf einen Sessionsstart à la Köln — mit Jecken auf den Straßen und buntem Programm — müssen Narren in Leverkusen am Sonntag verzichten. Der Prinzenempfang beim Oberbürgermeister im Audi-Zentrum findet nur für rund 450 geladene Gäste, zumeist aus den Karnevalsgesellschaften, statt. "In Leverkusen haben wir keine Kölner Verhältnisse, so ein Programm wie dort können wir uns einfach nicht leisten", begründet Krause, warum die Session nicht auf der Straße startet. Unheimlich viele Leverkusen führen zudem am 11.11. nach Köln.

Die Karnevalsgesellschaft Altstadtfunken Opladen vun 1902 werden nicht dazugehören, im 111. Jahr ihres Bestehens haben sie am Sonntag neben der Session noch etwas anderes zu eröffnen: ihren Funkenturm. Ganz fertig mit den Arbeiten am alten Wasserturm sind sie in den oberen Stockwerken noch nicht, aber das Erdgeschoss und die erste Etage seien zu 95 Prozent fertig. "Wir sind feierbereit", verspricht Senatspräsident Norbert Roß. "Die Bestuhlung ist drin, die Blümchen — irgendwas Blau-Weißes — kommt gleich, gerade ist der Fensterputzer da." Also wird am Sonntag zur Eröffnung ab 16 Uhr mit geladenen Gästen alles blitzen.

Am alten Stammsitz, der Funkenschmiede, sieht es eher düster aus. "Das ist unsere nächste Baustelle", berichtet Roß. Es gebe Probleme mit dem Ausstieg aus dem noch laufenden Mietvertrag. Mit Baustellen kennen sich die Funken mittlerweile aus — dank Wasserturm: "Wir haben hier rund 350 000 Euro verarbeitet, da musste trotz vieler Spenden aus dem Privaten zugeschossen werden", gesteht Roß.

Dafür ist die Resonanz auch außerhalb der KG prima. "Wir haben schon eine ganze Reihe von Anfragen für Kunstausstellungen — auch wegen des Ambientes im Turm." Erstmals in diesem wird am Sonntag ab 19.11 Uhr der Nubbel erwachen — Start in die Session für die Altstadtfunken. Uwe Krause hat dann schon längst sein erstes Karnevalsständchen der Session, "Ming Wiesdorf am Rhing", in Wiesdorf gebracht.

(RP/ac)