Junges Musical Leverkusen zeigt "Zauberer von Oz"

Junges Musical Leverkusen : Kindermärchen mit Kultstatus auf der Musical-Bühne

Ausflug in Dorothys Traumwelt: Das Junge Musical bringt den „Zauberer von Oz“ auf die Bühne der Opladener Festhalle.

Zuschauer tauchen ein in die schwarz-weiße Realität von Dorothy. Bis ein Wirbelsturm alles hinwegbläst und das Mädchen in einer bunten Traumwelt erwacht. Fans des Jungen Musicals Leverkusen dürften begeistert sein von der neuen Inszenierung „The Wiz  – der Zauberer von Oz“. Seit letztem Sommer hat sich das Ensemble mit insgesamt 36 Sängern und 27 Instrumentalisten akribisch darauf vorbereitet. Zwar lief die Generalprobe am Mittwoch noch nicht rund und war mit zahlreichen Fehlern behaftet. Bis zur Premiere am heutigen Freitag sollen sie beseitigt sein.

Präsentiert wird ein fantasievolles Kindermärchen mit Kultstatus: Um in ihre Heimat zurückkehren zu können, muss Dorothy eine Aufgabe erfüllen und den mächtigen „Zauberer von Oz“ finden. Dazu schart Dorothy drei Weggefährten um sich: eine Vogelscheuche ohne Verstand, einen Blechmann ohne Herz und einen feigen Löwen. Die Geschichte basiert auf dem Kinderbuchklassiker „The Wizard of Oz“ des US-Amerikanischen Schriftstellers Lyman Frank Baum und wurde schon vielmals verfilmt.

David Naser war schon mehrfach in Hauptrollen zu sehen. In der Festhalle führt er nun erstmals Regie. Und hat das Stück im Team mit Dirigent Julius Giesler, Chorleiter Felix Schirmer und Choreographin Eveline Gorter insgesamt mit viel Musik, hintergründigem Humor und zauberhaften Bildern sowie spielfreudigen Akteuren in Szene gesetzt. Das Bühnenbild ist sparsam gehalten. Sprachlich gibt sich das Stück aktuell, ohne übertrieben modisch zu klingen. Bis auf wenige Ausreißer. Dann zum Beispiel, als sich die gute Hexe des Nordens mit Zauber verabschieden will, ihr eigener Zauberstab aber versagt. Lapidar meint die durchgeknallte Frau: „Ich nehme den Bus. Öffentlicher Nahverkehr ist doch viel praktischer.“

Insgesamt zehn Neue stehen diesmal auf der Bühne, die Rollen sind überwiegend doppelt besetzt. Mit einer Ausnahme: Malena Gärtner spielt durchgängig die „Tante Em“. Ihr hat es „großes Vergnügen bereitet, zu sehen, wie das Stück wächst, sich die Rollen und Szenen entwickeln und gemeinsam mit dem Orchester an den Songs zu arbeiten.“ Jetzt freut sie sich ganz besonders darauf, den „Zuschauern zeigen zu können, woran wir so lange gearbeitet haben.“ Einziger Kritikpunkt: Die Erzählung bleibt – mit Ausnahme des Klassikers „Over the rainbow“ – insgesamt ohne nennenswerte musikalische Höhepunkte. Das Lied wurde übrigens 2004 vom American Film Institute auf Platz Eins der 100 besten amerikanischen Filmsongs aller Zeiten gewählt.

Vorstellungen sind heute, 19.30 Uhr;  Samstag, 19.30 Uhr, Sonntag, 14 und 18.30 Uhr, Freitag, 5. April und Samstag, 6. April um 19.30 Uhr; Sonntag, 7. April, 14 und 18.30 Uhr, Festhalle Opladen.

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