Leverkusen: Jung und Alt auf 7000 Quadratmetern

Leverkusen : Jung und Alt auf 7000 Quadratmetern

Für Familien und Singles wird jetzt in der Bahnstadt Opladen eine Mehrgenerationen-Wohnanlage gebaut. Der Verkauf läuft jetzt an. Nach dem Genossenschaftsprinzip gibt es Gemeinschaftseigentum rund um einen Hof.

Noch sieht es wie in der Sahara im künftigen Baugebiet neue Bahnstadt Opladen aus. Doch auf 7000 Quadratmeter Fläche im Norden des künftigen "Quartiers am Campus" soll bereits Ende 2014 ein anspruchsvolles Mehrgenerationenwohnen für Jung und Alt, Familien und Singles aufgebaut sein. Die Düsseldorfer Immobilien Dienstleistungs-Aktien Gesellschaft (IDG) beginnt jetzt mit der Vermarktung des Geländes.

Im Architektenmodell sieht die Mehrgenerationen-Wohnanlage so aus. Foto: Grafik: Schaller

Ab sofort können Interessenten im Immobilien-Scout im Internet oder bei der Beraterin Marisa Garcia Floriano im Beratungs-Container vor Ort Informationen beziehen. Tage der offenen Tür an Wochenenden sind auf der Baustelle ebenfalls geplant. Investor Josef Hennebrüder ist zuversichtlich: "Wir werden hier innerhalb der ersten sechs Monate 60 Prozent des Geländes verkauft haben." Seinen Optimismus begründe er aus Vorerfahrungen mit derartigen Mehrgenerationen-Wohnanlagen in Köln und Senden. Auch Gerhard David vom städtischen Liegenschaftsamt unterstützt den Optimismus der IDG: "Der Markt gibt es her. Wir können uns bei der Stadt vor Nachfrage kaum retten", betonte er gestern bei einem Ortstermin an der künftigen Grete-Hermann-Straße.

Architekt Christian Schaller wird die Wohneinheiten um einen begrünten Innenhof herum gestalten. Zum Konzept gehören außerdem Gemeinschaftseinrichtungen, die aber ebenso wie die gesamte Gestaltung der Wohnanlage unter Berücksichtigung der Wünsche der künftigen Bewohner entstehen sollen. Auch Gästeappartements soll es in dieser Anlage mit umweltfreundlichen und energiesparenden Passivhäusern geben.

Noch sei die Planung sehr frei, bemerkte Schaller gestern. Wohl aber sei die Gestaltung an die Auflagen für Fördermittel und natürlich an die Vorgaben der Stadtplanung gebunden. Das Mehrgenerationen- Modell ist als Nutzergenossenschaft mit 35 bis 50 Wohneinheiten konzipiert. Die Interessenten sollten ein Startkapital von 100 Euro pro Quadratmeter erwünschter Wohnfläche einbringen. Die geschlossene Nutzergenossenschaft unterliege vererbbarem Wohnrecht und einer Reduzierung des monatlichen Aufwands nach Tilgung von Fremdmitteln, informiert die IDG. Diese Alternative zum sogenannten "echten" Eigentum wählen nach Beobachtung von Vera Rottes, der Geschäftsführerin der neuen Bahnstadt Opladen (nbso), immer mehr Menschen, die sich wirtschaftlich durchaus auch Eigentumshäuser leisten könnten.

Im Hintergrund stehe aber die Überlegung, auch als junger Single oder junge Familie schon ans Alter zu denken. Wohnungstausch ist eines der Schlagwörter, mit dem die IDG für ihr Mehrgenerationenwohnen wirbt. "Die Menschen wollen wieder eine verlässliche Nachbarschaft. Wir bauen ihnen ein richtiges Dorf", kündigt IGD-Chef Hennebrüder an.

(RP)