Leverkusen Jecke Zoch-Idee: Heiratsantrag in Holzhausen

Leverkusen · Den Zoch in Holzhausen von der Freiwilligen Feuerwehr nutzte Kai Rüber für seinen Heiratsantrag an Marina Benfer. Die sagte: "Ja!"

 Zugteilnehmer oder Publikum? In Holzhausen war's geknubbelt voll.

Zugteilnehmer oder Publikum? In Holzhausen war's geknubbelt voll.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

In Holzhausen kennt man es nicht anders: Immer wenn sich der närrische Lindwurm am Tulpensonntag in Bewegung setzt, geht es im Schneckentempo voran. Auch gestern kamen die 300 Mitwirkenden des 23. Holzhausener Karnevalszuges auf 800 Meter Wegstrecke um den Sportplatz nur langsam voran. Zum einen, weil die Wagen nicht durch Pferdestärken, sondern durch Muskelkraft gezogen wurden. Zum anderen, weil die Akteure immer mal stoppen mussten, um hier ein Schnäpschen zu trinken und dort ein Frikadellchen zu essen. Und nicht zuletzt, weil mindestens 6000 Jecken so dicht gedrängt standen, dass für die Karawane fast kein Durchkommen war.

Der Spaß am Fastelovend wurde Holzhausens Prinz Gunnar I. nicht in die Wege gelegt. Dennoch war er zum Schluss- und Höhepunkt seiner närrischen Regentschaft hellauf begeistert. "Es war super und hat unglaublich viel Spaß gemacht", sagte er und strahlte mit der Sonne fast schon um die Wette. "Ich würde diese Erfahrung jedem empfehlen", setzte er nach, ehe er noch einmal alles gab und es beim Veedelszoch ordentlich Strüßjer und Kamelle regnen ließ. Die Freunde des Holzhausener Karnevals waren von seinen karnevalistischen Fähigkeiten ebenfalls überzeugt. "Er war sehr lernfähig, wurde immer lockerer und immer besser", hieß es.

"Ävver jeck sin mer all" in Wiesdorf
38 Bilder

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Mit 15 Personen war eine Familie aus Steinbüchel als "Flower Power Schafe" und einem Schwarzen Schaf in ihrer Mitte zum sechsten Mal beim Zoch. Absolute Neulinge waren dagegen die kleinen und großen "Mäuse vom Annaberg", der Kindertagesstätte Sankt Anna. "Aus einer kleine Idee wurde eine große Sache", schilderte Petra Paffrath rückblickend. Noch vor der Premiere stand das Thema für nächstes Jahr fest.

Der Lützenkirchener Werbering fehlte diesmal komplett. Das kam den 20 Mitwirkenden der Freiwilligen Feuerwehr Lützenkirchen gerade recht. Wenn sie sich schon zum ersten Mal nach zehn Jahren beteiligten, konnten sie wenigstens deren Wagen nutzen.

Ohnehin gingen sie nach eigenem Bekunden nur mit, um eine Wette mit dem Werbering zu gewinnen. Es könnte noch besser kommen, wenn sich anschließend Nachwuchs einstellt. Denn um voll einsatzfähig sein zu können, fehlen zurzeit sechs Helfer.

(RP)