Leverkusen: Jecke Herren ganz aufmerksam

Leverkusen : Jecke Herren ganz aufmerksam

Rund 800 Männer in einem Saal im Forum, dazu ein Nummerngirl – es kann sich nur um die Herrensitzung der Roten Funken Wiesdorf handeln. Die ging gestern im Forum über die Bühne, und hatte von tollen Musik-Acts bis hin zu Polizei-Tipps eines "kölschen Schutzmanns jede Menge zu bieten.

Rund 800 Männer in einem Saal im Forum, dazu ein Nummerngirl — es kann sich nur um die Herrensitzung der Roten Funken Wiesdorf handeln. Die ging gestern im Forum über die Bühne, und hatte von tollen Musik-Acts bis hin zu Polizei-Tipps eines "kölschen Schutzmanns jede Menge zu bieten.

Auch wenn es die obligatorischen Nummerngirls gab – die wirklichen Höhepunkte der Veranstaltung gestern im Forum waren mitreißende Musikbeiträge wie etwa der des Spielmannszugs Altstädter Köln oder humorgeladene Büttenreden wie die des "Kölschen Schutzmannes" Jupp Menth. Foto: Uwe Miserius

Wiesdorf Herrensitzungen haben bei den "Rote Funken" eine lange Tradition. Gestern versammelten sich rund 800 Männer im Forum. Fast alle kamen in "normaler" Alltagskleidung.

Nicht zuletzt deshalb erregte eine als Fischer kostümierte Gruppe besondere Aufmerksamkeit. Es war der ursprünglich aus Norddeutschland stammende 72-jährige Gerd Jablonski, der 19 Gäste aus ganz Deutschland um sich geschart hatte. Mehr noch: Jablonski beherbergt sie zum Teil auch bei sich zu Hause in Opladen.

Ein Vierteljahrhundert Tradition

Seit mehr als 25 Jahren ist der alljährliche Sitzungsbesuch im Terminkalender der Freunde fest eingeplant. Gestern standen die Männer — im Gegensatz zu den Frauen — vor lauter Begeisterung zwar nicht auf den Stühlen. Und überhaupt ging es insgesamt weniger temperamentvoll zu, als bei einer Damensitzung. Dennoch lobte Vorsitzender Siggi Kaschulla das Publikum, das sich von einer bereits zwei Jahre zurückliegenden Programm-Panne allmählich zu erholen scheint: "Das Tolle ist, dass die Leute jedem Redner ganz aufmerksam zuhören."

Sitzungspräsident Lothar Höveler hatte pünktlich um 11.11 Uhr die Veranstaltung mit Konfetti-Raketen eröffnet. Anschließend schenkten die Besucher dem "Kölsche Schutzmann" bei seiner witzigen Büttenrede, Bauchredner "Klaus und Willi" bei zahlreichen zweideutigen Witzen, Wolfgang Reich bei seiner launigen Ansprache sowie dem über "Promis" lästernden "Rumpelstilzje" und dem belgischen "Tulpenheini", der sich selber auf die Schippe nahm, volle Konzentration.

Mit Staubwedel Helme gesäubert

Nummerngirl "Blondy" sah nicht nur gut aus, sondern betätigte sich eingangs auch als "Putzfrau", indem sie die Helme des Musik- und Tanzcorps der Kölner Altstädter mit einem großen Staubwedel abwischte.

Für weitere Auflockerung im von Literatin Anke Timm zusammen gestellten Programm sorgten die Musikgruppe "Klüngelköpp", die Tänzerinnen der "Fauth Dance Company" sowie der Musikzug "Swinging Fanfares".

Die Sitzung endete kurz vor 16 Uhr. Für Fußballfans blieb da noch genügend Zeit, um ins Stadion zu eilen.

(RP/url)
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