irlandfreunde Leverkusen feiern St. Patrick's Day in Killarney

St. Patrick’s Day : Leverkusener feiern stilecht in Killarney

Zehn Leverkusener marschierten am St. Patrick’s Day, dem irischen Nationalfeiertag, bei der Parade mit – mit echtem Kilt und Fahne.

Grün war die vorherrschende Farbe in der Wiesdorfer Gaststätte „Notenschlüssel“, dem Vereinslokal der Irlandfreunde Leverkusen. Ganz in grün getaucht war auch die Stadt Killarney im Südwesten Irlands, als dort – wie überall im Land – am Sonntag der traditionelle St. Patrick’s Day gefeiert wurde. Dem Nationalheiligen Irlands wird weltweit alljährlich am 17. März gedacht, die obligatorische Parade gilt als Höhepunkt des Tages.

Zum ersten Mal mittenmang dabei: Zehn Leverkusener. Die Rheinländer trugen eine Fahne mit dem Leverkusener Stadtwappen durch die von Menschen gesäumten Straßen. Auf ihrem Weg blickten sie in lachende Gesichter herzlicher Menschen, die den Deutschen einen warmen Empfang bereiteten, ihnen applaudierten und zuwinkten. „Es war fantastisch, die Stimmung war grandios“, schilderte Markus Hillebrand verzückt nach der Parade, die sich gegen 14 Uhr mit vielen internationalen Teilnehmern in Bewegung setzte und insgesamt eine Stunde dauerte. „Ich denke, dass wir nicht zum letzten Mal dabei waren.“

Das erste Mal war es jedenfalls. Denn nie zuvor hatte eine deutsche Abordnung an einem solchen Umzug teilgenommen. Die Gruppe um den Vereinsvorsitzenden Matthias Brandes war sich dieser Ehre durchaus bewusst. Sie steuern Killarney bei jedem Besuch der grünen Insel an und sind dort gern gesehene Gäste. Auch deshalb war Killarneys Bürgermeister Niall Kelleher 2018 während der „Irish Days“ zu Besuch in Leverkusen. „Ich wollte mir anschauen, wie die Deutschen unsere Kultur feiern“, hatte der Ire sein Interesse begründet, nachdem seine Stadt schon im April 2017 die Partnerschaft mit Leverkusen besiegelte.

Weil die 40 Mitglieder der Irlandfreunde mittlerweile sogar einen Clan – eine Art „Stamm“ – in ihren Reihen haben, war es nur folgerichtig, dass Kelleher die Gruppierung, die sich „Eirinn Caradaidean“ (Irlandfreund) nennt, zur Parade in seine Heimat einlud. Bereits am Freitag war Anreise. Dem Empfang im Rathaus folgten zahlreiche Besichtigungen und Ausflüge, die in der Parade gipfelten. „Die Iren waren zuletzt immer ganz begeistert, wenn wir in unseren Kilts durch die Stadt marschierten“, sagte Brandes.

Die Irlandfreunde Leverkusen in Killarney beim St. Patrick's Day. Foto: Konrad Paprocki

Am Sonntag war es nicht anders. Unter mehr als 40 Irisch-Deutschen Clans sind die Leverkusener die einzigen, die einen echten Kilt – den sogenannten „Schottenrock“ mit dem typischen Karomuster – tragen. Um sich von anderen Clans zu unterscheiden, erklärte Brandes, habe man sich auf „Grün für Irland“ und „Schwarz, Rot und Gold für Deutschland“ geeinigt. Die Rückkehr von der spannenden Reise ist für heute geplant.

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