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Interessenskonflikt bei Neubau der Leverkusener Rheinbrücke?

Bau-Verzögerungen befürchtet : Interessenkonflikt bei Neubau der Leverkusener Rheinbrücke?

Der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke steht weiterhin unter keinem guten Stern. Nun soll es einen Interessenkonflikt bei der erneuten Ausschreibung von Bauleistungen geben.

Der Neubau der Leverkusener Rheinbrücke steht weiterhin unter keinem guten Stern. Nun soll es einen Interessenkonflikt bei der erneuten Ausschreibung von Bauleistungen geben. Nach einem Bericht des WDR-Magazins „Westpol“ ist eine Projektleiterin von Straßen NRW ist mit einem führenden Mitarbeiter der mitbietenden Firma Hochtief verheiratet, die nach Westpol-Informationen inzwischen auch die Zusage für den Auftrag bekommen haben soll.

Die erneute Ausschreibung war nötig geworden, nachdem NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst im Frühjahr den Vertrag mit der beauftragten Baufirma Porr gekündigt hatte. Aus seiner und der Sicht des Landesbetriebs Straßen NRW habe das Unternehmen fehlerhafte Stahlbauteile aus China verbauen wollen. Die Landesregierung hatte daraufhin versprochen, schnell eine neue Firma mit den Arbeiten zu beauftragen.

Dem Vernehmen nach sollen zwei Unternehmensgruppen an dem Bieterverfahren beteiligt gewesen sein, darunter Hochtief. Nun wird befürchtet, die familiäre Verbindung zwischen der Projektleiterin von Straßen NRW und dem Hochtief-Manager könne das Verfahren beschädigen, als möglicher Einspruchsgrund dienen und somit den Neubau erneut verzögern. „Westpol“ zitiert einen Düsseldorfer Fachanwalt für Vergaberecht so: „Ein klarer Verstoß gegen die Vergabeverordnung,"

Straßen NRW schweigt zu den Vorwürfen und verweist  auf das NRW-Verkehrsministerium. „Es handelt sich um ein laufendes Verfahren und deswegen äußern wir uns derzeit nicht“, sagte Ministeriumssprecher Christian Voss am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion.