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Leverkusen: Inspirierende Musik bei der Chornacht

Leverkusen : Inspirierende Musik bei der Chornacht

Stilistisch unterschiedliche Stücke aus neun Jahrhunderten waren in der Christuskirche zu hören. Zur Freude des Publikums

Welche enorme Vielfalt Chormusik haben kann, das erlebten die Besucher der 12. Leverkusener Chornacht. Für Kantor Bertold Seitzer war es die erste, aber nach der positiven Erfahrung auf keinen Fall die letzte. Gerne will er die von seinem Vorgänger ins Leben gerufene Tradition weiterführen. Auch künftig soll in der evangelischen Christuskirche am letzten Samstag im Januar Chormusik erklingen - möglichst breit gefächert.

So wie beim diesjährigen Programm, das nicht nur interessant für die Zuhörer, sondern auch inspirierend für die beteiligten Chöre gewesen sein dürfte. Bei welchem Konzert sonst hat man schon so viele Sänger im Publikum sitzen, die aufmerksam hinhören und auf jeden Fall mitgehen. Zumal Seitzer viele unbekanntere und stilistisch unterschiedliche Stücke aus neun Jahrhunderten kombiniert hatte. Eine ganze Reihe der aufgelisteten Komponisten ist zwar im 20. Jahrhundert geboren, aber es war auch fein gesungene a-cappella-Musik von Heinrich Schütz zu hören oder ein neueres Arrangement einer gregorianischen Melodie aus dem elften Jahrhundert.

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Die Eröffnungsrunde machte die Stadtkantorei, deren Klang sich unter der Leitung von Bertold Seitzer angenehm gerundet hat, mit neueren Vertonungen von Mess- und Psalmtexten. Unter anderem ein harmonisch apartes Sanctus von Jan Sandstöm. Angenehm und geschmeidig sang Marion Bücher-Herbst das Sopransolo in Mendelssohns Motette "Hör mein Bitten".

Den zweiten Teil, nach einer langen Pause mit reichhaltiger und köstlicher Bewirtung, eröffneten die anderen "Heimspieler". Auch die Gospel-Werkstatt Leverkusen präsentierte unbekanntere Sätze, begleitet von Seitzer am Klavier und mit zusätzlichen rhythmischen Impulsen von Schlagzeuger Tarek Zarroug.

Auf kleine Arrangements aus dem Pop-Bereich hat sich das Ensemble "VocaLukas" aus Mülheim an der Ruhr spezialisiert. Die fünf Frauenstimmen, mit denen Seitzer einige Jahre in seiner früheren Gemeinde gearbeitet hat, sangen aber nicht nur Titel von Sting oder Elton John, sondern mit gleicher Sorgfalt auch einen Satz aus Mendelssohns Oratorium Elias oder ein Beispiel aus der Evensong-Kultur der anglikanischen Kirche.

Der zweite Gastchor, der Kammerchor "Constant" aus Köln sorgte nach Essen und Gospel noch einmal für Sammlung mit ausgezeichnetem Gesang a cappella aus verschiedenen Stilen von Schütz über Brahms bis zu zeitgenössischen Klängen. Chorleiterin Judith Mohr, die mit dem Christuskirchen-Kantor studiert und im Kammerchor der Hochschule gesungen hat, war vorher schon als Klavierbegleiterin der Stadtkantorei eingesprungen.

Für die Zugabe vereinten sich dann alle Sänger zu einem Chor.

(mkl)