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A1 bei Leverkusen: Initiativen stellen Neubau-Pläne für Stelze und Kreuz vor

A1 bei Leverkusen : Initiativen stellen Neubau-Pläne für Stelze und Kreuz vor

Die Autobahn 1 soll im Bereich Leverkusen auf 1,8 Kilometer Länge (Bereich Küppersteg/Wiesdorf) in einem Tunnel verschwinden. Das Leverkusener Autobahnkreuz wird zudem in der Form eines Malteser-Kreuzes umgestaltet, damit der Verkehr besser und kreuzungsfrei fließen kann. Dies sind zumindest die Vorstellungen der Ingenieure Rolf Kraneis und Lutz von Waldowski. Ihre Pläne wurden inzwischen an den Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, die Autobahnbehörde Straßen.NRW und ans NRW-Verkehrsministerium geschickt.

"Wir halten diesen Vorschlag nicht nur für machbar, sondern auch städtebaulich für zwingend", kommentierte Peter Westmeier gestern die Planvariante der beiden Leverkusener Ingenieure.

Der Lützenkirchener Westmeier agierte als Vertreter der "Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung", zu denen die Interessengemeinschaft Schleswig-Holstein-Siedlung sowie die Bürgerinitiativen "Wohnliches Wiesdorf", "LEVkontraRASTSTÄTTE" und "Erhaltet Kurtekotten" zählen. Die Bürgervertreter haben die Planvariante jetzt diskutiert, damit sie am kommenden Montag auf der städtischen Informationsveranstaltung zum Ausbau der A1 (19.30 Uhr, Forum, Terrassensaal) auch vorgestellt werden kann.

Westmeier und Mitstreiter verweisen auf eine Aussage eines Vertreters von Straßen.NRW, die im Zusammenhang mit dem Autobahntunnel Köln-Lövenich fiel: Die gesetzlichen Lärmschutzvorschriften seien nur durch diesen Tunnel realisierbar gewesen. Mit Flüsterasphalt und Lärmschutzwänden ließe sich das nicht bewerkstelligen. Die Leverkusener Initiativen fordern diesen Schutz auch für den Bereich der A1 in Leverkusen: mit einem Tunnel ("Tieflage mit Deckel") auf rund 1800 Metern zwischen den Kreuzen West und Leverkusen.

Wenn das Autobahnkreuz die Form eines Malteserkreuzes bekomme, dann sei es sehr leistungsfähig. Der Vorteil des Tunnels: Er werde wegen des hohen Schutzes für Anwohner auf große Akzeptanz bei der Bevölkerung stoßen. Verzögerungen durch Gerichtsverfahren ließen sich vermeiden.

(RP)