Infobörse gibt Auskunft über Ausbildungsmöglichkeiten in Leverkusen

Für Schulabgänger : Infobörse gibt Auskunft über Ausbildungsmöglichkeiten

Die Chancen für Schulabgänger werden allgemein rosig dargestellt. Betriebe suchen händeringend Fachkräfte und viele bekommen ihre Ausbildungsstellen nicht besetzt. Auf der anderen Seite gibt es Jugendliche, die auf ihre Bewerbungen bisher nur Absagen erhalten oder ein mäßiges Abschlusszeugnis zu erwarten haben.

Sie sehen oftmals nur einen Ausweg: weiter zur Schule gehen und den Realschul-Abschluss anstreben.

Doch viele wollen gar nicht weiter lernen oder sind aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage. Die Familie kann ihnen meistens auch nicht weiterhelfen. Auch weil sie wenig von den Möglichkeiten wissen, die Mitglieder des Arbeitskreises Jugend & Arbeit in Leverkusen entwickelt haben. Seit mehr als 30 Jahren  wird einmal pro Jahr eine Infobörse für Neunt- und Zehntklässler veranstaltet, bei der die bisher unversorgten Jugendlichen über diese Maßnahmen informiert werden, mit denen auch sie den passenden Beruf und den richtigen Betrieb finden können. Ohne zu viel Zeit mit verlängerten Schulzeiten zu verlieren. Manches hat sich in den drei Jahrzehnten verändert, sagt Ansgar Lutz von der Offenen Jugendberufshilfe.

Zum Beispiel die Organisation der Veranstaltung, die deutlich übersichtlicher ist als eine Ausbildungsmesse. Früher kamen in der Regel ganze Klassen von Haupt-, Real-, Förder- und Gesamtschulen sowie den Berufskollegs. Heute haben die Schulsozialarbeiter, die ja als feste Ansprechpartner in den Einrichtungen sind und die Schüler dort vorbereiten, genau jene ausgewählt, die diese Unterstützung brauchen.

Rund 250 Schüler waren es in diesem Jahr. Neben den Kernanbietern wie Agentur für Arbeit, Jobcenter, JOB-Service, Kolping-Bildungsstätte, Katholisches Jugendwerk oder Wuppermann Bildungswerk seien neue Akteure hinzugekommen. Außerdem wurden neue Möglichkeiten geschaffen für Schüler, die bei Bewerbungen nicht unbedingt mit ihrem Notenschnitt punkten können, sich dafür aber bereits praktisch bewährt haben. Eine Maßnahme ist das „Langzeitpraktikum“, das über ein Jahr begleitend zum Schulunterricht läuft. An einem Tag pro Woche arbeiten diese Schüler in Betrieben und haben dort einerseits einen Fuß in der Tür, und werden andererseits persönlich sicherer und sehen Zukunftsperspektiven.