Leverkusen.: In der Stadtmitte Wiesdorf funkt es

Leverkusen.: In der Stadtmitte Wiesdorf funkt es

Kostenloses WLAN ist nach Ansicht von Politik und Handel "in Innenstädten jetzt und in Zukunft unverzichtbar".

In einigen Teilen der City Wiesdorf können Kunden und Passanten bereits kostenloses WLAN nutzen. Innerhalb der nächsten Wochen soll das Angebot auf das gesamte Zentrum von Hauptstraße bis zur Rialto-Brücke ausgedehnt werden und etwa in einem Monat zur Verfügung stehen. Vorhandene Stelen sind als Umleiter für Freifunk geplant, die von der Energieversorgung mit Dauerstrom versorgt werden. "Wir wollen zeigen, dass Deutschland kein Entwicklungsland in Sachen Internet ist", sagte Felix Kaechele, Vorstandsmitglied bei "Freifunk Leverkusen" und Anbieter des flächendeckenden Freifunk-Netzes.

Neben Kaechele-Junior informierten Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, Frank Schönberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City, Dr. Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, gestern über die Neuerung. Ebenfalls dabei: Isolde Faust, Inhaberin des Geschäfts "Donna Dessous". Die engagierte Kauffrau hat schon vor zwei Monaten dafür gesorgt, dass die Otto-Grimm-Straße mit WLAN versorgt wird.

Die Frage, warum WLAN überhaupt sinnvoll ist, da doch fast jeder Smartphone-Besitzer eine Flatrate hat, beantwortete Kaechele so: "Mit einer Flatrate sind bestimmte Volumina verbunden, etwa 300 oder 500 Megabyte. Am Ende des Monats sind diese oft aufgebraucht. Wenn man WLAN nutzt, werden Datenvolumen und Geld gespart. Außerdem ist es bequemer und komfortabler für jeden, der ohnehin in der Stadt ist."

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Eine solche Vernetzung sei "ein tolles Einkaufserlebnis für Kunden", bestätigte Obermaier und ergänzte: "Es ist die ideale Voraussetzung, damit sich Besucher in Wiesdorf wohlfühlen." Schönberger betonte, kostenloses WLAN sei "in Innenstädten jetzt und in Zukunft unverzichtbar." Die Kombination von stationärem und Online-Handel sei ausschlaggebend, wie gut der stationäre Handel zu erhalten sei. Im Übrigen wollen auch die Stadtteile Opladen und Schlebusch bis zum Sommer gleich ziehen. Die Idee sei schon vor vier Jahren im Rat diskutiert worden, sagte Buchhorn. Die Realisierung sei an den Kosten im sechsstelligen Bereich und den Fragen über Absicherung rechtlicher Inhalte gescheitert. Für den Verein Freifunk, erklärte Kaechele, sei das kein Problem, obwohl der Gesetzgeber den Anbietern in Sachen Internet immer wieder Steine in den Weg lege.

Man habe "eine Möglichkeit gefunden, wie wir das ganze Problem lösen, auch das der Vorratsdatenspeicherung", sagte Kaechele. Alle rechtlichen Fragen landen beim Verein, der die Klagen entweder abwehrt oder mit Strafverfolgungsbehörden zusammen arbeitet.

(RP)
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