Leverkusen: In der Bahnstadt fallen Parkplätze weg

Leverkusen: In der Bahnstadt fallen Parkplätze weg

Autofahrer müssen sich in den kommenden Monaten auf eine kleinere Auswahl einstellen. Ein neuer Etappenplan für den Ausbau des westlichen Wohn- und Gewerbegebietes listet auf, wie die Stellplätze künftig gestaltet werden.

Dass die Bahnstadt auch im Westen, also der der Opladener Innenstadt zugewandten Seite wächst, bekommen in den nächsten Monaten wohl vor allem Autofahrer zu spüren. Denn die Bahnstadtentwicklungsgesellschaft hat jetzt den Etappenplan für den Bau der neuen Bahnallee - wird künftig dann "Europa-Alle" heißen, was in der Bezirks-Politik vorab zu einigen Diskussionen geführt hatte - und die Entwicklung der Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen herausgegeben. Es geht um Veränderungen bei den Stellflächen am Bahnhof.

Parkraum, das war in jüngster Zeit Reizthema gerade in Opladen: Finanzdezernent Markus Märtens hatte wegen der heißen Diskussionen das städtische Beratungspapier zum neuen Parkplatzkonzept in der Opladener Innenstadt zurückgezogen.

Nun stellt die Bahnstadt die Pläne für Parkplätze und Co. auf dem Areal des ehemaligen Ausbesserungswerkes der Bahn vor. Konkret heißt das: Derzeit läuft die Baufeldfreimachung für die Europa-Allee. Außerdem muss noch das Baufeld für die Wohn- und Gewerbeflächen freigemacht werden "Schrittweise wird das gesamte Gebiet der ehemaligen Gütertrassen von Gleisschotter, alten Baufundamenten und Altlasten befreit, um hier Platz zu schaffen für 400 neue Wohnungen plus der rund 100 geförderten Wohnungen", teilt die Bahnstadtentwicklungsgesellschaft mit. "Im Norden entsteht ein neuer Wohn- und Geschäftsbereich zur Stärkung des Zentrums von Opladen."

Erste Etappe: Seit Ende November sind laut Bahnstadt 15 Pkw-Stellplätze an der Bahnhofsbrücke zurückgebaut worden. Auf dem städtischen Parkplatz an der Bahnhofsbrücke bleiben 35 kostenfreie Stellplätze vorerst erhalten. Nördlich der Campusbrücke seien rund 26 Stellplätze weggefallen. 61 Stellplätze stünden an dieser Stelle vorläufig noch zur Verfügung.

42 "bewirtschaftete", also kostenpflichtige Stellplätze sind laut Bahnstadt auf dem Parkplatz an der Bahnhofstraße (am Treppenaufgang zur Bahnhofsbrücke) bis zum Bau des neuen Busbahnhofs nutzbar. An der Stelle gibt es auch einen Bereich fürs kurze Anhalten ("Kiss & Ride") und Taxi-Plätze.

Und: Zwei Park+Ride Plätze mit 161 Stellplätzen gibt es derzeit noch. "Auf dem südlichen P+R Platz werden derzeit noch 32 Stellplätze bereitgestellt, die beim Bau der Rampe der Bahnhofsbrücke auf dem dortigen Parkplatz weggefallen sind", teilt Bahnstadt-Sprecherin Michaela Dick mit. In der Gerichtsstraße gibt es zwei Carsharing-Stellplätze. Die Haltestelle "Opladen Bahnhof" ist an den Busbahnhof verlegt worden (betrifft die Linien 239/240 und 258). Der Parkplatz an der Stauffenbergstraße bleibe von der gesamten Bau- und Entwicklungsphase der Neuen Bahnstadt Opladen unberührt.

Zweite Etappe: Ab 2. Januar wird der Parkplatzes an der Bahnhofsbrücke (Damm-Lage) komplett gesperrt.

Dritte Etappe: Frühestens ab 1. April soll der Parkplatz an der Campusbrücke gesperrt werden. "Momentan wird geprüft, ob eine spätere Vollsperrung realisiert werden kann", sagt Michaela Dick. Und: Wenn der neue P+R-Parkplatz mit 162 Plätzen auf der Ostseite, der derzeit gebaut wird, in Betrieb geht, fallen die beiden P+R-Plätze an der Westseite weg.

Vierte Etappe und Ziel bis 2022: "Mit Fertigstellung der Neuen Bahnstadt werden 100 bewirtschaftete Stellplätze in den Stichstraßen auf der Westseite geschaffen, 162 Stellplätze auf dem Park+Ride Platz sind Anfang 2018 bereits angelegt. Hier werden zudem 140 überdachte Fahrradstellplätze angelegt", fasst Dick zusammen, was bis Ende 2022 vorgesehen ist. Dazu kommt: Im neuen Geschäftsbereich an der Westseite nahe der Bahnhofsbrücke sollen dann rund 300 bewirtschaftete Stellplätze und zusätzliche Fahrradabstellplätze "in einem neuen privat bewirtschafteten Parkhaus realisiert werden".

In Sachen Busverkehr ist laut Dick eine Buslinie, die die Robert-Koch-Straße/Humboldtstraße und Bahnallee "hinführend zum neuen Zentralen Omnibusbahnhof" durchfährt. Der werde nach dem Bau der Europa-Allee, ab Ende 2018/Anfang 2019, an seinem neuen Standort Bahnhof Opladen - zwischen Goethestraße und Bahnhofstraße - gebaut. So soll der Umstieg zwischen Bahn und Bus für die Reisenden ermöglicht werden. Und für Radler: Ebenfalls in der Prüfung ist die "Prüfung zur Errichtung einer Radstation in Verbindung mit der Fahrradrampe an der Bahnhofsbrücke".

(RP)