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In Abendrobe im Auto: Marienschule Opladen feiert Abi

„CarBiball“ auf dem Märchenwaldparkplatz : In Abendrobe im Auto: Marianum feiert Abi

Nach 2020 fand auch die jetzige Abschlussfeier für 120 Abiturienten des Opladener Gymnasiums auf dem Parkplatz des Märchenwaldes in Odenthal statt.

Fenster und Schiebedächer waren wegen der Hitze bei rund 150 Autos weit geöffnet, einige Fahrzeuge mit Luftballons „Abi 2021“ verziert. Schon zum zweiten Mal mussten die festlich gekleideten Abiturienten der Marienschule Opladen ihre Abschlusszeugnisse bei einer ungewöhnlichen Feier entgegennehmen.

Analog zum Vorjahr hatten sich rund 120 Schüler mit ihren Eltern  – allesamt mit negativem Corona-Test  – auf dem Parkplatz des Märchenwaldes in Odenthal versammelt und das Ereignis unter dem Motto „CarBiball“ ins Auto verlegt. „Wir hätten letztes Jahr nicht gedacht, dass wir in diesem Jahr wiederkommen“, sagte Johannes Brüls, Geschäftsführer der Firma für Veranstaltungstechnik Latteyer, der die Feier vorbereitet und die Verbindung zur Stadt Odenthal geschaffen hatte. „Werner Nolden wollte uns das Gelände an der Opladener Wupperwiese zur Verfügung stellen. Das hätte auch funktioniert, aber kurz vor der finalen Zusage der Stadt Leverkusen haben wir abgesagt, weil die Wetteraussichten zu schwierig waren. Wir wollten vermeiden, dass wir bei Regen auf der Wiese sitzen“, erläuterte Brüls, der mit seiner Firma verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen ist.

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Einer kurzen Andacht folgten Ansprachen von Schulleiter Dieter Miedza, Lehrern und Schülern. Mitschülerin Lucy Dreser sang im roten Abendkleid das Lied „City of Stars“ aus dem Film „La La Land“ und den Klassiker „Time to say goodbye“. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt überhaupt, über den sie sagte: „Ich freue mich, dass ich endlich wieder singen kann.“

Das Publikum war begeistert. Besonders die jungen Leute waren gut gelaunt und glücklich, dass sie ihre Schulzeit mit der Reifeprüfung abschließen konnten, obwohl sie zuvor über viele Monate zu Hause lernten und sofort nach der Wiederaufnahme des Unterrichtes das Vorabitur begann. „Auf Kosten unseres Wissens wurde uns sehr viel genommen, so dass viel Selbstdisziplin und Selbstmanagement notwendig war“, erläuterte Marcel Fila, der mit Marius Buchmüller durch die Veranstaltung führte. Traurig darüber war er nicht. „Ein normales Abi wäre langweilig“, sagte er voller Überzeugung und fügte hinzu: „Eigentlich ist es lustig. Meine Kinder werden sicherlich keine solch aus dem Rahmen fallende Abiturfeier erleben.“

Auch Felix Beenen, Organisator und Moderator des Vorjahres, war erneut dabei, weil sein jüngerer Bruder in diesem Jahr das Bestehen der Reifeprüfung feierte. „Letztes Jahr war es mir unmöglich, meine eigene Feier zu genießen. Das hole ich jetzt nach“, sagte der junge Mann strahlend.

Die Zeugnisausgabe war genau durchdacht: Jeweils vier Schüler kamen mit Masken auf die Bühne und erhielten die Abiturzeugnisse vom Schulleiter, von seinem Stellvertreters oder von den Stufenleitern. Am nächsten Tag wartete eine Seeparty auf dem Gelände eines Mitschülers auf die jungen Leute. Ohne Eltern.