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Leverkusen: Im September läuft das erste Leverkusener Friedenskonzert

Leverkusen : Im September läuft das erste Leverkusener Friedenskonzert

Musik ist universell, Musik verbindet Welten und Menschen. Und Musik steht im Mittelpunkt des ersten "Leverkusener Friedenskonzertes", das für Sonntag, 27. September, 17 Uhr, in der Friedenskirche der evangelischen Kirchengemeinde Schlebusch an der Merziger Straße geplant ist. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Die Idee zu dem Benefizkonzert stammt von Stefan Esser, Komponist aus Leverkusen, und Michael Schmidt, dem Vorsitzenden des Vereins "Junges Theater Leverkusen". Auslöser war Essers Teilnahme am so genannten Diabelli-Wettbewerb, zu dem Komponisten aus aller Welt eingeladen sind, eine eigene Variation zu einem bestimmten Thema zu erstellen. Zuletzt waren "Variationen über den Morsecode Irini" gefragt, dem neugriechischen Wort für "Friede". Sechs von insgesamt zehn Finalteilnehmern konnten Esser und Schmidt, die auch die Moderation übernehmen, für das Konzert gewinnen. Komponisten und Pianisten Iara Behs-Dietsche, Hartmut Neubauer, Nadine Schuster sowie Jenö Hajdu, Wettbewerbs-Gewinner aus Ungarn, spielen Stücke aller Musikrichtungen und -stile von Jazz bis Romantik. Weitere Mitwirkende beim rund zweistündigen Konzert sind die "Blue Mountain Singers" und zwei Darsteller des Jungen Theaters, die Texte von Krieg und Frieden lesen. Weitere Akteure sind einige der Flüchtlinge. Die Einnahmen sind für das Flüchtlingsprojekt der Kirchengemeinde bestimmt. Zum Beispiel, um Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen oder Material zu kaufen, das Kinder für die Schule benötigen.

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Überdies will man Flüchtlingskindern die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und den Eintritt in Schwimmbäder oder Freizeiteinrichtungen finanzieren. Damit jeder Euro dem Projekt zugutekommt, übernehmen die Sponsoren Volksbank Rhein-Wupper Leverkusen, der Gemeinnützige Bauverein Opladen (GBO), das Klavierhaus Pyschny, Hotel Fück und Designbüro Myriaden alle anfallenden Kosten.

Geht es nach dem Willen der Organisatoren, so bleibt das erste Friedenskonzert nicht das einzige. Volksbank-Vorstand Hans-Jörg Schaefer: "Angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustromes in unserer werden wir uns weiterhin engagieren". Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht, laut Unicef wächst jedes zehnte Kind auf der Welt derzeit in einem Land oder einer Region auf, die von bewaffneten Konflikten geprägt sind. Es sei wichtig, den Menschen zu helfen, denen es viel schlechter geht als uns, denn wir "leben auf einer Insel der Glückseligkeit", sagte Schmidt.

(RP)