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Im Naturgut Ophoven in Leverkusen gibt’s jetzt Ranger

Experten helfen Besuchern : Im Naturgut Ophoven gibt’s jetzt Ranger

Wer wegen Corona nicht in die Ferne schweift, sucht die Natur vor der Haustür. Und bekommt Hilfe. Denn eben auch wegen der Pandemie hat das Naturgut jetzt die so genannten Naturgut-Ranger eingeführt.

Während der besonders starken Ausprägungen der Corona-Pandemie erfuhr das Naturgut Ophoven einen besonders starken Zulauf. Familien liefen über das Gelände und genossen die Freiheit zwischen Blumen, Insekten und Bäumen. Das war den Verantwortlichen natürlich nicht verborgen geblieben, sie reagierten und gründeten die Naturgut-Ranger, die als „Eliteeinheit“ den Besuchern informierend mit Rat und Tat zur Seite stehen sollen.

Susanne Czekalla ist Mitglied bei den Rangern und besetzte am Samstag einen Stand mit unzähligen Prospekten und Broschüren. Eigentlich sollen sie und ihre Kollegen Besucher einmal jeden Samstag und Sonntag über das Gelände führen. Das aber fiel aus:  Es gab keine Anmeldungen. Doch das sei nicht die einzige Aufgabe der frisch gegründeten Ranger. „Wir informieren die Menschen  – über alles, was es Neues gibt“, erläuterte die 21-Jährige.

Und dafür müssen sie stark mit dem Naturgut verwoben sein. Neulinge sind bei den Rangern nicht zu finden. „Wir sind alles Leute aus den Büros oder Referenten“, betonte Czekalla. Schließlich müssen sie immer top informiert sein und das Gelände kennen wie ihre Westentasche.

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Für die junge Naturschützerin sind die Aufgaben der Ranger eine willkommene Abwechslung. Normalerweise sei sie mit der Betreuung von Kindern beschäftigt. Das mache ihr zwar auch viel Freude, dabei gehe es aber vor allem um Bespaßung und Wissensvermittlung. In ihrem Job als Naturgut-Ranger komme sie hingegen oft mit Erwachsenen in Kontakt. „Das ist ein ganz anderer Austausch“, sagte sie, „die kommen, weil sie es wollen, weil sie interessiert sind.“

Unter anderem an Natursteinmauern, die das Umweltbildungszentrum dieser Tage in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Diese Trockensteinmauern umgaben noch vor einigen Jahren viele Grundstücke, brachen, wurde dann gegen andere Begrenzungen ausgetauscht. Für Pflanzen, Insekten, Spinnen, Mäuse und Amphibien (wie Eidechsen) sind das schlechte Nachrichten. Denn die lieben die von der Sonne meist aufgewärmten Spalten zwischen den Steinen. Besonders geeignet sind hierfür Schiefer, Sand- oder Kalkstein. So benötigen Gartenfreunde für eine Mauer von drei Metern Länge und einer Höhe von einem Meter rund eine Tonne der Natursteine. Für genaue Bautipps rund um die Mauern und die richtige Bepflanzung stehen im Naturgut Experten bereit. Seit der Pandemie auch die neuen Ranger.