IG Metall kritisiert Unternehmen in Leverkusen für Digitalisierung

IG Metall : Vorbereitung auf digitale Veränderung reicht nicht aus

Betriebe in den Regionen Köln, Leverkusen und Rhein-Erft-Kreis müssen mehr qualifizieren: Das ist in einem Satz das Ergebnis einer Umfrage in der Industrie unter Betriebsräten und Vertrauensleuten mit dem Thema Transformation in der Arbeitswelt.  „Nur ein kleiner Teil der Betriebe haben eine umfassende Strategie für die Bewältigung der Transformation – in 77 Prozent der Betriebe steigt der Qualifizierungsbedarf –  bei 52 Prozent befürchten die Betriebsräte Beschäftigungsabbau“, sagt Dieter Kolsch, Geschäftsführer der IG-Metall Köln-Leverkusen.

Schlussfolgerung: Die Industriebetriebe in der Gegend bereiten sich derzeit offenbar nur unzureichend auf die Herausforderungen der Digitalisierung und der Energie- und Mobilitätswende vor.

Die Umfrage in Köln, Leverkusen und im Rhein-Erft-Kreis ist Teil einer bundesweiten Aktion. Thema: Wie schätzen Betriebsräte die derzeitigen Veränderungen der Arbeitswelt ein. In dem Gebiet der IG Metall-Geschäftsstelle Köln-Leverkusen nahmen 23 Betriebe an der Umfrage teil. In diesen Betrieben arbeiten insgesamt rund 21.000 Beschäftigte.

Laut Umfrage steigen in 17 der 23 Betriebe die Anforderungen an die Qualifizierung der Beschäftigten. Aber nur in 18  Prozent wird der Qualifizierungsbedarf systematisch ermittelt und in Bildungsmaßnahmen umgesetzt. Die IG Metall fordert: Die Firmen müssten die Veränderungen offensiv angehen und unter anderem Geld in Qualifizierung, Personalplanung, Forschung und Entwicklung und in Produkt- und Prozessinnovationen stecken.

(LH)
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