Leverkusen: Ideenspiele zur KVB-Linie 4

Leverkusen : Ideenspiele zur KVB-Linie 4

Stadtplaner erwägen Verlängerung der Straßenbahnstrecke bis zum Klinikum.

Dass am öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) noch Verbesserungspotenzial besteht, darin sind sich die meisten Leverkusener Politiker einig. Der ÖPNV-Bedarfsplan 2017 enthält daher so einige Verbindungen, die aus Leverkusener Sicht wünschenswert wären. Neben einer Schnellbusverbindung von Leverkusen-Mitte über Köln-Merkenich bis Köln-Chorweiler - die nach Meinung von einigen Bürgern auch als Straßenbahnlinie über die neue A-1-Brücke führen könnte - wurde dort ebenfalls eine Verlängerung der Straßenbahn-Linie 4 von Schlebusch bis zum Klinikum Leverkusen als "Vordringlicher Bedarf" gemeldet. Als "Weiterer Bedarf" sind in der Auflistung außerdem eine Straßenbahnverbindung von Köln-Flittard über den Chempark bis Küppersteg und Opladen zu finden, darüber hinaus eine Wasserbusverbindung von Dormagen über Leverkusen und Köln bis nach Bonn.

Um die mögliche Straßenbahn-Anbindung des Chemparks geht es am Montag, 19. Juni, in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses. Die Stadtverwaltung hat auf Wunsch des Rates Szenarien entwickelt, wie die Anbindung aussehen könnte. Zusammen mit der Stadt Köln und dem Nahverkehr Rheinland hatte man bereits 2015 drei Bauabschnitte dafür eruiert: auf Kölner Gebiet die Anbindung von Stammheim/Flittard mit Bypass Mülheim-Süd (Kosten: 70,5 Millionen Euro), auf Leverkusener Gebiet die Verlängerung von Flittard über den Chempark bis Leverkusen-Mitte (Kosten: 28 Millionen Euro) und schließlich über Küppersteg bis Opladen (Kosten: rund 32 Millionen Euro).

Eine Kosten-/Nutzenanalyse des Landes NRW liege allerdings noch nicht vor, ebenso wenig, welche Projekte das Land als vorrangig einstufe, teilt die Stadtverwaltung in einer Vorlage dem Ausschuss mit. "Anstehende Umbaumaßnahmen auf der B 8, wie der Neubau der Dhünnbrücke und der Umbau der Unterführung Küppersteg müssen in diesem Zusammenhang dahingehend überprüft werden, ob eine mögliche Stadtbahnanbindung realisierbar bleibt und insbesondere hierfür erforderliche Zuwegungen nicht verbaut werden." Sollte die Straßenbahn umgesetzt werden, müsse die neue Dhünnbrücke aus drei Bauwerken bestehen, von denen eins für den Schienenverkehr vorgesehen werden müsse. Machbar sei dies.

(sug)
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