Hugo-Kükelhaus-Schule hat neuen Lernwagen erhalten

Hugo-Kükelhaus-Schule : Hier wird mit allen Sinnen gelernt

Die Hugo-Kükelhaus-Schule hat jetzt einen neuen Lernwagen erhalten – dank der Spenden der Bürgerstiftung und des Fördervereins.

Neues Equipment für die Hugo-Kükelhaus-Schule in Leverkusen. Der Holzrollwagen mit Lernkästen löste alte selbst gebastelte Schuhkartons ab. Die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung hat mit der Hilfe des Fördervereins und der Bürgerstiftung zwei neue Lernwagen anschaffen können. Die Bürgerstiftung spendete dafür 2000 Euro an die Schule, der Restbetrag von 800 Euro für die Lernwagen wurden vom Förderverein übernommen.

Die Rollwagen mit sogenannten „StArK-Kästen“ dienen der Förderung von Arbeitsabläufen und trainieren gleichzeitig die Feinmotorik und die Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler. Zum Beispiel müssen farbige Perlen auf die passenden farbigen Holzklötze gefädelt werden. „Wir können damit jeden einzeln genau auf seine Ansprüche fördern und fordern“, erzählt Sonderschulrektorin Kordula Fundermann. Vor allem dienen die Kästen zur Vorbereitung auf das Berufsleben, denn hier können die Kinder und Jugendlichen lernen, immer wieder kehrende Prozesse zu erkennen und richtig zu wiederholen.

Die Hugo-Kükelhaus-Schule ist spezialisiert auf Kinder und Jugendlichen, die eine besondere sonderpädagogische Unterstützung benötigen. Von Klasse eins bis Klasse zwölf werden hier alle Kinder zusammen in passenden Altersgruppen unterrichtet und vor allem unterstützt. Dort werden sie mit individuellen Lernplänen und individueller Pädagogik auf das Berufsleben vorbereitet.

„Einige unsere Schulabgänger finden sogar auf dem freien Markt einen Job, in dem sie einfach Hilfstätigkeiten leisten können“, erzählt Fundermann stolz. Für alle anderen besteht dann die Möglichkeit, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Und genau aus so einer Werkstatt in Quettingen stammen die Rollwagen. So haben ehemalige Schülerinnen und Schüler diese Rollwägen für die Hugo-Kükelhaus-Schule gebaut.

„Lernen mit allen Sinnen“, das hat schon Namensgeber Hugo Kückelhaus Anfang des 20. Jahrhunderts gelehrt und erforscht und genau das wird an der Schule weiter betrieben. Den Schülerinnen und Schülern aber auch den Lehrern stehen eine viel Zahl an Lernmaterial zu Verfügung um ein lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen. Die neuen Rollwägen passen daher perfekt in unser Konzept, erklärt Fundermann.

Darüber hinaus bietet die Schule aber auch viele Informationen und Hilfe für Eltern an. So findet am 20. November die „Zukunftsmesse“ statt. Hier können sich Eltern von Kindern mit Behinderung darüber informieren was passiert, wenn ihr Kind volljährig wird und welche Möglichkeiten es auf weitere Förderung gibt.

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