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Hochwasser: Ordnungsdienst kontrolliert Schaulustige

Auch viele Autos mit fremdem Kennzeichen unterwegs : Hochwasser: Ordnungsdienst kontrolliert Schaulustige

In den Sozialen Medien wird Unmut laut, dass sich am Sonntag am Rheinufer in Hitdorf viele Menschen das „Spektakel“ anschauen wollten.

Sonne, Hochwasser, Spaziergang am Rhein. Das gehört für manche zusammen. Und so war es, Corona hin oder her, am Sonntag voll am Hitdorfer Rheinufer. Abstand zu halten, war da mitunter schwierig. Darüber regen sich Nutzer in den Sozialen Medien derzeit auf.

Auch den Technischen Betrieben der Stadt (TBL) ist am Sonntag beim Aufbau der Schutztore 3 und 4 die kleine Völkerwanderung aufgefallen, vor allem aber auch, dass viele Autos mit fremden Kennzeichen offenbar auf Promenierfahrt auf der Rheinstraße unterwegs waren. Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes waren an dem zweiten Wochenendtag zur Sicherheit ebenfalls am Rhein: „Es wurde kontrolliert. Und wird es auch verstärkt weiterhin wegen zu erwartender Hochwasserschaulustiger“, sagt Stadtsprecherin Julia Trick. Genaue Zahlen zu den Kontrollen gibt die Stadt gegen Ende der Woche im Lagebericht bekannt.

Dass es noch mehr Hochwasser zu sehen gibt, scheint klar. „Die Prognose geht davon aus, dass am Mittwoch der Kölner Pegel einen Stand von 8,40 Metern erreicht haben wird“, sagt Simone Möller von der Hochwasserbereitschaft der TBL. Andere Hochrechnungen gingen am Montag von einem Wert von 8,50 Metern aus. Das wäre für die TBL die nächste kritische Marke. Dann müssten die Tore 2 und 5 (Fähr- und Werftstraße) aufgebaut werden, sagt Möller.  Gestaffelt sind dann noch die Tore 6 und 1 dran, bei einem Wasserstand von 9,50 Metern Kölner Pegel muss auch die mobile Hochwasserschutzwand aufgebaut werden. Waren die beiden Tore am Sonntag innerhalb von vier Stunden an ihrem Platz, dauert der Aufbau der Wand wesentlich länger.

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Derzeit sehe es laut Möller nach diesem Aufbau aber nicht aus. „Wir müssen die Wetterlage vor allem in Süddeutschland beobachten: Viel Regen und Tauwetter dort bekommen wir hier am Rhein zu spüren.“  Weiterer Schnee, der irgendwann taut, zögere die Hochwassersaison hinaus. Und in der Zusammenfassung: „Die Hochwasserlage wird noch eine Weile angespannt bleiben“, ergänzt Simone Möller.

(LH)