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Leverkusen: Hochwasser: Hitdorfer Schutzwände werden aufgebaut

Leverkusen : Hochwasser: Hitdorfer Schutzwände werden aufgebaut

Angesichts des Rheinhochwassers werden nun auch in Leverkusen die ersten Schutzmaßnahmen ergriffen: An Heilig Abend hat man sich entschieden, die Schutzwände in Hitdorf aufzubauen. Das dauert mindestens sechs Stunden und kostet 30.000 Euro.

Für Enten und Schwäne am Hitdorfer Rheinufer war am Sonntag schon Weihnachten. Da verfütterte ein Bootsbesitzer noch einen Weckmann an die Tiere, bevor er sich daran machte, sein Boot vor einem möglichen Hochwasser zu sichern. Das taten etliche Bootseigner, weil Vater Rhein längst sein Bett verlassen und bereits etliches Treibgut auf die Stege bugsiert hat. Der Schiffsverkehr und auch der Fährbetrieb liefen am vierten Advent gewohnt weiter, das Wasser war nachmittags noch rund einen bis eineinhalb Meter entfernt von der Deichmaueroberkante.

Das kann sich rasch ändern, denn die Hochwasserschutzzentrale Köln meldete am Mittag einen Wasserstand von 6,54 Meter am Kölner Pegel — Tendenz steigend. Für Heilig Abend wird ein Rheinwasserstand zwischen 6,95 bis 7,15 Meter erwartet — Tendenz "dann stärker steigend", hieß es. In den nächsten Tagen seien Wasserstände von über acht Metern am Pegel möglich. Die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) "stehen in den Startlöchern, ab Heiligabend haben wir Bereitschaft angeordnet", berichtete TBL-Chef Reinhard Gerlich am Sonntagnachmittag. Die Prognosekurve sei gestern noch nicht besorgniserregend gewesen. Dennoch entschied man sich am Montagmorgen sicherheitshalber, die Schutzwände in Hitdorf aufzubauen.

Um 9.41 Uhr stand der Kölner Pegel bei 7,33 Metern und steigt um 3 cm in der Stunde. "Ab 8,20 Meter am Kölner Pegel wird's für Hitdorf kritisch, dann müssen die Tore aufgebaut sein", sagte Gerlich. Die Kölner Experten erwarten, dass an der Weihnachtsfeiertagen die acht Meter überschritten werden.

(RP)