Heimat-Ministerin besucht Bahnstadt in Leverkusen

Sommer-Tour : Heimat-Ministerin besucht die Bahnstadt

Ina Scharrenberg fährt auf ihrer Sommer-Tour aus Wipperfürth mit dem Rad über die Balkantrasse.

Man hätte die Fahrt auch als inoffizielle Eröffnung der letzten 850 Meter Balkantrasse bezeichnen können, dem letzten Teilstück zum Opladener Bahnhof. Genug politische Prominenz war ja vor Ort, vor allem eine Landesministerin. Ina Scharrenberg, die das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen leitet, machte auf ihrer diesjährigen Heimat-Tour Station in Opladen.

Sie startete mit ihrem Tross in Wipperfürth und kam nach über sechsstündiger Strampelfahrt (mit zahlreichen Stopps) mit kurzer Verspätung auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen (nbso) an. Die letzten Kilometer auf der (verlängerten) Balkantrasse wurde sie von Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath begleitet, der sie in Höhe Imbacher Weg begrüßte.

Die letzten Meter der vierzig Kilometer langen „Tour de Bergisches Land“ wurden tatsächlich auf dem letzten Teilstück des bergischen Panoramawegs Balkantrasse geradelt, auch wenn die Strecke noch nicht ganz fertig ist. Dazu fehlt der letzte Belag, und einige Begrenzungen müssen noch angebracht werden. Daher sorgten Mitarbeiter dafür, dass die Strecke, nachdem der Promi-Tross passiert hatte, gleich wieder gesperrt wurde.

Für die Ministerin, angereist in Wipperfürth und abgereist aus Opladen im komfortablen Dienstwagen, war es nicht der erste Fahrradausflug. Schon in den vergangenen beiden Jahren wollte sie sich selbst ein Bild von der Heimat machen, für das sie ja auch zuständig ist. Die Opladener Bahnstadt ist so ein Fleckchen Erde, das gerade zu einer neuen Heimat wird. Wobei dieses Areal mit einer über hundert Jahre alten Tradition – mit 72 Hektar größer als der Vatikan (44 Hektar) – inzwischen schon mehr Arbeitsplätze bietet als ehedem das Bundesbahn-Ausbesserungswerk. Paul Hebbel nannte die Zahl von 450, 300 sind noch in Planung; die Bahn bot einst 420 Jobs.

Über Historie und Gegenwart informierten Hebbel in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der nbso und Geschäftsführerin Vera Rottes. Das war ein Glücksfall für die Stadt, wie Paul Hebbel der Ministerin erläuterte. Wenn andere Gemeinden plötzlich so eine große Fläche angeboten bekommen, beispielsweise bei der Aufgabe von Bundeswehr-Standorten, dann sind das meistens nicht so zentral gelegene Grundstücke. Im Jahr 2022 soll alles weitgehend fertiggestellt sein, dann verfügt Leverkusen über ein neues Zentrum mit Gewerbe, Wohnungen und nicht zuletzt einer eigenen Hochschule. Auch eine Sporthalle soll noch gebaut werden, zu nutzen von den Schulen in Opladen, den Studenten und Vereinen.

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