Handwerkskammer befürchtet Verluste wegen Verzögerung des Rheinbrücken-Neubaus.

Rheinbrücke : A 1: Firmen befürchten Verluste

Die Handwerkskammer sieht hohe Belastungen durch die Bauverzögerung.

(cebu) Die Verzögerung beim Bau der neuen Rheinbrücke an der A 1 um bis zu einem Jahr hat erhebliche Auswirkungen auf die örtlichen Handwerksbetriebe (wir berichteten). „Ein Jahr, das für die Handwerksbetriebe weitere Staus und damit weitere finanzielle Belastung bedeutet“, teilt die Handwerkskammer zu Köln mit.

Die Baustellen auf dem Kölner Autobahnring und im untergeordneten Straßennetz seien in den vergangenen Jahren in der Baustellenkonferenz der Kölner Bezirksregierung, in der auch die Handwerkskammer vertreten ist, aufeinander abgestimmt worden. „Wir befürchten, dass es großräumig, aber auch auf innerstädtischen Straßen in Köln und in Leverkusen zu negativen Auswirkungen kommen wird. Die Baustellen im Großraum Köln müssen jetzt umgehend auf die neue Situation hin überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Aber selbst wenn das geschieht, muss für ein Jahr weiter mit Staus durch Baumaßnahmen gerechnet werden. Für unsere Betriebe bedeutet das eine zusätzliche finanzielle Belastung”, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jürgen Fritz. Das Handwerk verliere durch Staus jährlich rund 20.000 Euro pro Betrieb.

Zudem sieht der für verkehrspolitische Fragen zuständige Hauptabteilungsleiter der Handwerkskammer, Ulrich Fesser, Probleme für die Luftreinhalteplanung insbesondere in Leverkusen und in Köln. Da der Verkehr ein weiteres Jahr Umwege fahren müsse, werden die Ausweichstrecken mehr belastet. Zudem stelle sich die Frage, ob zukünftig bei Niedrigwasser des Rheins mit weiteren Bauzeitverzögerungen gerechnet werden muss. „Wir erwarten hierzu eine klare und vor allem zeitnähere Auskunft von Straßen NRW“, so die Handwerkskammer.

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