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Leverkusen: Handball-Elfen servieren für guten Zweck

Leverkusen : Handball-Elfen servieren für guten Zweck

Bus-Unternehmer Frank Jörgens und Star-Koch Bernd Liedtke luden ins "Mattea". Der Erlös ging an die Bayer-Jugend.

Die Idee war gut, die Umsetzung noch besser: Ein Bus-Unternehmer aus Burscheid und ein ehemaliger Star-Koch, der auch schon am schwedischen Hof für König Carl Gustaf und Königin Silvia kochte oder auf dem Luxusliner Queen Elizabeth II für exquisiten Gaumenschmaus sorgte, taten sich zusammen. Sie verwöhnten insgesamt 70 Gäste aus ganz Leverkusen und Umgebung - darunter zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens - bei einem Gala-Dinner mit sieben Gängen. Alles ehrenamtlich und obendrein für einen guten Zweck: Der Abend diente, um Geld für die Leverkusener Handballjugend zu sammeln.

Das alles ereignete sich am Samstag im schicken Forum-Restaurant "Mattea". Das Besondere an diesem Abend war nicht nur die Tatsache, dass die Gäste von den zwölf Spielerinnen der Bundesligamannschaft, den Werkselfen, bedient wurden. Sondern auch, dass Betriebsleiter Daniel Hargarten-Wierich den Akteuren Frank Jörgens und Ex-Koch Bernd Liedtke seine gesamte Küche überließ. Dort, wo sonst Mahlzeiten für rund 1500 Grundschüler zubereitet werden, wurden jetzt Köstlichkeiten wie Wildkräutersüppchen mit Zitronengras-Scampi gekocht oder Seezungenfilet auf Ingwer-Risotto gebraten und gegart. In der Küche ging es durchgehend hoch her.

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Die ersten Vorbereitungen waren bereits Tage zuvor angelaufen, die Nachbereitung endeten erst gegen 3 Uhr. Die kompletten Familien und Freunde der Protagonisten waren eingespannt und arbeiteten wie am Fließband. Nick, ein Sohn der Familie Jörgens bediente an der Theke. Ein anderer, Dennis, war für das Dessert Apfel-Crumble mit Mascarponecreme zuständig. Als besondere Note hatte er die Schablone einer Waldelfe angefertigt, die, mit Kakaopulver überstreut, den Tellerrand zierte.

Ehefrau Angelika Latzel-Jörgens hielt alles im Bild fest. Es war nicht die erste Aktion dieser Art, aber ein gelungener Abend in Leverkusen. Renate Wolf, Geschäftsführerin der Handballabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen und Cheftrainerin der Werkselfen, war total begeistert. Sie hofft auf regelmäßige Wiederholungen. "Es ist eine gute Möglichkeit, etwas für die Jugend zu tun, bei der man zugleich ganz entspannt neue Kontakte knüpfen und alte Kontakte auffrischen kann."

Nicht minder angetan war Hans-Joachim Friedrich, Vorsitzender des Fördervereins. Er sagte, dieser Abend trage zur Förderung des Zusammenhaltes bei. Die Einnahmeerlöse will er zur Anschaffung neuer A-Jugend-Trikots und für laufende Kosten verwenden. Torfrau Natalie Hagel, die seit 2012 als Standesbeamtin bei der Stadt Leverkusen angestellt ist, hat nie zuvor in ihrem Leben gekellnert. "Das wäre nicht mein Traumjob", sagte sie etwa einer Stunde nach Beginn der Veranstaltung, "aber ich bin zufrieden, wenn es so weiterläuft".

Unterdessen trug Anne Jochin ein Tablett voller Getränke vorbei und bemerkte lachend: "Gut, dass ich einen Bizeps habe, der trainiert ist." Hargarten-Wierich beobachtete das Geschehen am Rande. "Hut ab", sagte er nur.

(gkf)