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Händler in Leverkusen planen offene Sonntage für 2022

Gewerkschaft Verdi dagegen : Händler in Leverkusen planen offene Sonntage für 2022

Wiesdorf, Opladen, Schlebusch in den Startlöchern. Innenstädte sollen durch Feste und Märkte belebt werden. Gewerkschaft Verdi und Katholikenrat halten dagegen.

Das letzte Wort hat der Rat der Stadt Leverkusen in seiner Sitzung am 4. Oktober. Vorab hat die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk III die von der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) vorgelegten und mit den Werbe-, Aktions-, Förder- und Interessengemeinschaften im Stadtgebiet Leverkusen abgestimmten Vorschlägen für verkaufsoffene Sonntage 2022 schon mal einstimmig befürwortet.

Demnach plant die Werbegemeinschaft City Leverkusen für nächstes Jahr folgende Veranstaltungen in Verbindung mit einem verkaufsoffenen Sonntag: Frühlingsfest am 3. April, Musik- und Familienfest „LEVlive am 4. September, Herbstfest mit Herbstkirmes am 2. Oktober und den Christkindchenmarkt ab 27. November.

Die Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO) möchte den Opladener Frühling mit Verkehrsschau am 22. Mai, das 48. Opladener Stadtfest mit Kirmes am 31. Juli, den Opladener Herbstmarkt am 9. Oktober und den Weihnachtsmarkt Bergisches Dorf ab 18. Dezember feiern.

Die Werbe- und Fördergemeinschaft (WFG) Schlebusch hat Pläne für Blühendes Schlebusch am 8. Mai, Schlebuscher Wochenende mit Familienfest international am 18. September, Schlebuscher Martinsmarkt am 6. November, Schlebuscher Adventsmarkt am 18. Dezember.

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Die Veranstalter begründen die festgelegten Daten für verkaufsoffene Sonntage unter anderem mit einer Belebung der Innenstädte, einer Attraktivierung der Standorte und mit dem empfindlichen wirtschaftlichen Verlust der letzten Jahre, der das Überleben des örtlichen Einzelhandels zum Teil sogar bedrohe.

Rückmeldungen zu den Wunschterminen kamen bereits vom Handelsverband, dem Katholikenrat, der Gewerkschaft Verdi und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln. Der Handelsverband Nordrhein-Westfalen hat keine Einwände erhoben. Auch die Industrie- und Handelskammer unterstützt die vorgelegten Konzepte und bezeichnet die Sonntagsöffnung als „probates Mittel zur Förderung des Einzelhandels.“

Für den Stadtteil Schlebusch sieht der Katholikenrat Leverkusen keine Bedenken, lehnt jedoch die verkaufsoffenen Sonntage in Wiesdorf und Opladen ab. Begründet wird die Absage mit einer „Verwischung der Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeitleben“. Zudem, so argumentiert der Katholikenrat in seinem Antwortschreiben, werde der „Aspekt des Leerstandes nur benutzt, um Umsatzsteigerungen zu erwirtschaften“.

Für Verdi reichen die vorgelegten Begründungen und Beschreibungen ebenfalls nicht aus, erneut werden alt hergebrachte Leverkusener Feste und Veranstaltungen bei der Gewerkschaft hinterfragt.