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Grundschule Morsbroicher Straße in Leverkusen wird erweitert

GGS Morsbroicher Straße in Leverkusen : Klassen ziehen während Bauphase um

Die Grundschule Morsbroicher Straße wird erheblich erweitert. Die Schüler ziehen vorübergehend in eine Containeranlage. Ein Shuttle-Bus soll eingesetzt werden.

Der beschlossene Um- und Ausbau der Gemeinschaftsgrundschule Morsbroicher Straße wird nicht bei laufendem Betrieb stattfinden. Dafür ist die Baumaßnahme zu umfangreich.

In drei bestehenden und zwei neuen Gebäuden sollen vier „Lerncluster“ entstehen. Das sind Bereiche mit Klassen- und Nebenräumen, etwa für Differenzierung, als kleine Schule in sich. Alle sollen den gleichen Zuschnitt haben. Außerdem sind Küche und Mensa in angemessener Größe geplant sowie Verwaltungsräume und Lehrerzimmer. Die Klassen werden für die Bauphase ausgelagert in die frei geräumte Containeranlage an der Merziger Straße. Die lasse sich entsprechend einrichten und habe die richtige Größe, um die komplette Schulgemeinschaft an einem Ort aufnehmen zu können, erklärte Schulverwaltungs-Mitarbeiterin Andrea Werner am Montag im Schulausschuss.

Im Vorfeld der Sitzung hatte sie mit anwesenden Vertreterinnen der Elternschaft gesprochen, die sich schlecht informiert fühlten und bei einigen Punkten Bedenken anmeldeten. Vor allem was die Sicherheit der Wege und eventuellen Shuttle-Service angeht. Schulleiterin Martina Klumpe-Engelmann zeigte sich zunächst erleichtert über die Entscheidung der Verwaltung. Aus Erfahrung mit der benachbarten Kitabaustelle weiß sie, wie sehr Baustellenlärm den Unterricht beeinträchtigt, außerdem hatte sie Sicherheitsbedenken wegen des Baustellenverkehrs.

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Der vorgesehene Standort in der Waldsiedlung sei ideal, denn dort ist es nicht nur ruhig, sondern die Kinder haben Auslauf auf dem Grundstück. Manche Eltern hätten aufgrund der Entfernung lieber eine andere Lösung gesehen, beispielsweise an der Auermühle oder im Wuppermannpark. Beides komme aus baurechtlichen Gründen nicht in Frage. Und die näher gelegene Containeranlage Im Bühl ist noch mit ausgelagerten Klassen der Kükelhaus-Schule und des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums belegt. Das würde die Baumaßnahme erheblich verzögern. Und die Zeit dränge angesichts steigender Kinderzahlen und dem baldigen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, sagte Andrea Werner.

Je nach Wohnort haben die Kinder künftig einen bis zu 3,6 Kilometer langen Schulweg. Denen stünde dann das Prima-Busticket zu, beruhigte Dezernent Marc Adomat. Allerdings würden einige sogar umsteigen müssen. Die SPD beantragte deswegen einen Shuttle-Bus für die Zeit der Auslagerung, was auch mit knapper Mehrheit beschlossen wurde. Das würde die Stadtkasse jährlich mit rund eine Million Euro belasten, wenn der Bus morgens einmal, mittags zu zwei Zeiten fährt.

Parallel sollten Hol- und Bringzonen für Elterntaxis eingerichtet werden. Bernhard Marewski schlug dafür den Seitenstreifen an der Mülheimer Straße gegenüber der evangelischen Kirche vor, um erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Siedlung zu vermeiden. Weitere Varianten soll die Verwaltung nun prüfen. Nicht geklärt ist außerdem wie der Sportunterricht organisiert werden kann.