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Grüne fordern einheilioches Pfandsystem für Gastronomie in Leverkusen

Einheitliches Vorgehen bei Speisen zum Mitnehmen für Leverkusen : Grüne fordern Pfandsystem für Gastronomie

Der Eine liefert’s im Pappkarton, der Nächste im Aluschälchen, ein Dritter auf Porzellantellern mit Abdeckung: Für Gastronomie-Betriebe soll es in Leverkusen einheitliche Mehrweg-Verpackungsyteme auf Pfandbasis geben. Dies geben die Grünen nun zur Diskussion in die politischen Gremien.

Ein stadtweit einheitliches Pfandsystem für Mehrweg-Verpackungen im Gastronomiebereich: Das fordern die Grünen in einem Antrag. Darin heißt es: „Die Stadt fördert den Einsatz von Mehrweg(verpackungs)systemen im Gas-tronomiebereich. Der Rat beauftragt die Wirtschaftsförderung WfL, ein Förderprogramm für die Umstellung der lokalen Gastronomie auf ein stadtweit einheitliches Mehrwegsystem für Essen und Getränke zum Mitnehmen aufzusetzen. Als Orientierung kann das Förderprogramm der Stadt Tübingen herangezogen werden.“

An Entwicklung und Einführung soll auch die Gastronomie beteiligt werden. Dazu soll die WFL eine Infoveranstaltung organisieren. „Einwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen stellen sowohl eine finanzielle Belastung der Gastronomie als auch eine Umweltbelastung dar. Mit den Pandemiebeschränkungen war und ist der Gastronomiebetrieb auf diese Art des Betriebs beschränkt“, schreiben die Grünen.

In der Tat hatten sich viele Gastronomiebetriebe in der Stadt aufs Liefern als Einnahmequelle fokussiert, als die Restaurants wegen der Pandemie geschlossen bleiben mussten. Mancher, wie etwas der Wirt von Claashäuschen zwischen Lützenkirchen, Quettingen und Bergisch Neukirchen liefert auf Porzellantellern (ohne Pfandsystem und im Vertrauen, dass die Kunden die Teller auch so zurückbringen), andere in Aluschälchen oder Plastikverpackungen.

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Mittlerweile gebe es aber Anbieter, die dafür pfandbasierte Mehrwegverpackungssysteme anbieten. Beispiel Bayer-Gastronomie: Sie habe schon ein Pfandsystem etabliert, melden die Grünen. „Die Mehrwegsysteme schonen nicht nur die Umwelt, sondern sind für die Gastronomie auch kostengünstiger.“ Zudem: Die Bundesregierung habe das Anbieten von Mehrwegsystemen ab 2023 verpflichtend vorgeschrieben.

(LH)