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Leverkusen: Großbaustelle am Gymnasium

Leverkusen : Großbaustelle am Gymnasium

Auch nach den Ferien müssen sich die Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums mit der Baustelle abfinden. Noch bis nächsten April werden die Sanierungs-, Umbau- und Anbauarbeiten andauern.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II des Bundes finanziert sich die Erneuerung der Pausenhalle, des Daches und der Fassade des Traktes 3 sowie der Lüftungs- und Heizungstechnik. Zudem werden Mensa- und Freizeitbereich im Zuge der Ganztagsoffensive umgebaut und erweitert. Anschließend wird der Innenbereich von Trakt 3 komplett saniert.

"Von allen Maßnahmen profitiert die heimische Wirtschaft", betont Baudezernent Wolfgang Mues. Vor allem lokale und regionale Betriebe arbeiten an der Sanierung mit. So wie etwa das federführende Architektenbüro Wirtz + Kölsch aus Leverkusen.

Die 1959 entstandene Pausenhalle mit ihrer großen Glasfront war bisher ein großer Energieschlucker. Das soll sich nun ändern dank eines neuen Dachs, einer neuen Fassade sowie einer optimierten Heizungssteuerung. Die energetische Sanierung mit einer optimierten Wärmedämmung steht auch im Mittelpunkt bei den Maßnahmen im Trakt 3, wo die Mensa untergebracht ist. Insgesamt 1,5 Millionen Euro kommen dafür aus dem Konjunkturpaket II. Für die Ganztagsoffensive muss die Stadt selbst tief in ihre (leeren) Taschen greifen: Lediglich 100 000 Euro schießt das Land dazu, den "Rest" von 2,63 Millionen Euro muss die Stadt beisteuern.

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Ganztagsschule braucht Platz

Damit das Gymnasium als Ganztagsschule für die Sekundarstufe I funktioniert, müssen entsprechende Mensa- und Freizeitbereiche geschaffen werden. Dafür wird Trakt 3 umgebaut und um 400 Quadratmeter erweitert. Zwei große Aufenthaltsräume sowie einen Essraum soll es geben. Auch das Eine-Welt-Café wird neu eröffnet. 300 Schüler (von insgesamt 1380) sind im kommenden Schuljahr, wenn der zweite Ganztagsjahrgang an den Start geht, nachmittags länger in der Schule.

Im Mai begannen die Umbauarbeiten und sorgten gerade während der Abiturzeit für erhebliche Lärmbelästigung. "Wir müssen uns eben arrangieren und improvisieren", sagt Schulleiterin Ulrike Schorn-Kussi. Auch nach den Ferien müssen einige Klassen in die Container ausweichen. Auch wenn die Pausenhalle nach den Ferien noch nicht fertig ist, soll sie für die Schüler wieder begehbar sein. "Werterhaltung und Funktionssteigerung" seien die Ziele dieser Sanierung, so Mues. Man erhofft sich laut Gutachten vor allem durch die Dämmmaßnahmen eine Energieersparnis von zehn bis 15 Prozent, so Gert Geiger von der Gebäudewirtschaft.

(RP)