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Gregor Eisenmann ist neuer Polizeiinspektionsleiter in Leverkusen

Wechsel an der Spitze der Inspektion : Der Neue bei der Leverkusener Polizei

Gregor Eisenmann übernimmt die Leitung der Polizeiinspektion für die Stadt. Polizeipräsident Uwe Jacob lobt ihn als erfahrenen Beamten, der sehr gut nach Leverkusen passt. Eisenmann will auch behördenübergreifend zusammenarbeiten.

Die Polizeiinspektion Leverkusen hat einen neuen Leiter. Seit Mitte Mai führt Polizeioberrat Gregor Eisenmann die für Wiesdorf und Opladen zuständige Polizeiinspektion 7 der Polizei Köln. Am Montag wurde er offiziell von Polizeipräsident Uwe Jacob und Oberbürgermeister Uwe Richrath vorgestellt. Eisenmann übernimmt für den nach Düsseldorfs abgewanderten Norbert Latuske. „Herzlich Willkommen in dieser wunderschönen Stadt“, begrüßte Richrath, und Jacob ergänzte: „Herr Eisenmann ist ein erfahrener Beamter, der sehr gut nach Leverkusen passt.“ Eisenmann selbst sagt: „Ich freue mich auf die Aufgabe, ich habe ein ordentlich geführtes Geschäft übernommen.“

Der 47-jährige leitete zuletzt die Polizeiinspektion in der Kölner Innenstadt, wo er 1996 als Streifenpolizist angefangen hatte. Von 2016 bis 2018 war er in Essen für die Direktion Kriminalität tätig, wo er mit den Umtrieben der libanesischen Clans betraut war. Zuvor hatte er sieben Jahre für das Landeskriminalamt gearbeitet. „Wir haben hier nicht solche Ausmaße wie in Essen. Aber ich habe gelernt, wie wichtig es für nachhaltigen Erfolg gegen solche Strukturen ist, behördenübergreifend zu arbeiten, über den Tellerrand zu schauen“, sagt Eisenmann.

Die Kriminalität in Leverkusen sei weiter rückläufig – es ereigneten sich weniger Einbrüche oder Angriffe auf Passanten als die Jahre zuvor – trotzdem gebe es ein Unsicherheitsgefühl der Bürger, das von der Realität abweiche. Hier sei es ihm ein Anliegen, dass seine Beamten gezielt auf die Bürger zugehen, mit ihnen ins Gespräch kommen und Ängste ausräumen. Durch den engeren Austausch sollen zudem spezifische Probleme identifiziert und angegangen werden können, betont er. Und auch bei der Bewältigung der sozialen Folgen durch die Corona-Krise werde die Polizei mit der Stadt in den nächsten Monaten im Hinblick auf Arbeitslosigkeit und familiäre Probleme gefragt sein.

Angesprochen auf die Proteste gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt in den USA, gab Jacob zu verstehen: „Im Gegensatz zu Amerika studieren bei uns alle Beamte und erlernen interkulturelle Kompetenz. Später gibt es eine Nicht-Schießen-Ausbildung. Unsere Waffe ist zunächst immer das Wort.“ Zwar gebe es hin und wieder rassistische Auffälligkeiten, sagt Jacob, hier gehe es aber um Einzelfälle, gegen die rigoros vorgegangen werde. Auch die Struktur innerhalb der Polizei befinde sich im Wandel. Er vereidige jedes Jahr mehr Beamte mit Migrationshintergrund, ergänzte der Polizeipräsident.