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Leverkusen: Gleisverlegung kommt

Leverkusen : Gleisverlegung kommt

Im Frühjahr 2012 soll der Beschluss des Bahnvorstands vorliegen, dann der Finanzierungsvertrag. Bahnstadt-Aufsichtsratschef Hebbel: "Wir müssen uns jetzt mit den Planungen beeilen." Etwa zur Umgehungsstraße.

"Die Gütergleisverlegung kommt." Diesen Satz wiederholen Befürworter der Bahnstadt Opladen seit Monaten gebetsmühlenartig — auch als noch jede Menge Hindernisse im Weg waren. Gestern sagte ihn ein Sprecher der Deutschen Bahn und schob hinterher: "Es gibt keine Hindernisse mehr." Auch ein Satz, den sich die Kämpfer für die Gleisverlegung übers Bett hängen werden.

Ende vergangener Woche hatte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn angedeutet, die Bahn wolle in Sachen Gütergleisverlegung noch einmal rechnen (wir berichteten), es gebe bei der Bahn "Engpässe, was zu Verzögerungen" führe. Der Bahnsprecher verneinte die Wirtschaftlichkeitsberechnungen gestern. "Die Entwurfsplanung für den Rückbau ist abgeschlossen. Sie fließt nun in Gremienbeschlüsse ein." Sind diese Beschlüsse durch, stehe noch der Vorstandsbeschluss an. Mit dem rechnet die Bahn im Frühjahr. Dann "wird der Finanzierungsvertrag aufgesetzt", erläuterte der Bahnsprecher. "Und dann kann es irgendwann mit der Gütergleisverlegung losgehen." Wann das sein wird, stehe aber nicht fest. Es gebe dafür noch keine exakte Terminierung, berichtete der Sprecher.

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Das größte Projekt seit Bayer

Damit ist das Okay nun auch von der anderen, der Bahnseite nochmals bestätigt. Mitte Oktober hatte der Stadtrat die Gütergleisverlegung abgesegnet (55 Ja-Stimmen und zehn Nein-Stimmen). CDU-Ratsherr und Bahnstadt-Aufsichtsratschef Paul Hebbel hatte damals gejubelt: "Das Bahnstadt-Projekt ist das größte und bedeutendste Projekt, seit Bayer an den Rhein kam." Gestern fügte Hebbel ob der Bahn-Bestätigung an: "Wunderbar, dass wir nun an dem Punkt sind, wo es kein Zurück aller Beteiligten mehr gibt. Irgendwann muss einfach nach vorne gehandelt werden. Wir müssen uns nun auf Seiten der Stadt kräftig beeilen." Etwa mit dem Entwicklungskonzept für Opladen und dem Bau eines Empfangsgebäudes am Bahnhof (unten Empfang und Gastronomie, oben Verwaltungsgebäude). Oder auch mit der Neuen Bahnallee von der Fixheider Straße bis nach Lützenkirchen. "Ein Riesenvorteil, erstmalig hätten wir dann eine Ostumgehung von Opladen", sagte Hebbel. Das Thema gäre schon mehr als 25 Jahre im Rat. Bisher existiere nur eine Grobplanung für die Straße und die durch sie entstehenden Knotenpunkte an der Fixheider Straße und in Lützenkirchen.

Neue Bahnallee in Detailplanung

Die wird nun in die Feinplanung gehen. "Zu den Punkten wird es detaillierte Untersuchungen geben. Wir haben bereits mit dem Fachbereich Verkehr gesprochen", sagte gestern Bahnstadtchefin Vera Rottes. Es werde dann eine Machbarkeitsstudie erstellt und auch die Finanzierung geklärt.

(RP)