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Gewerkschaft: Job-Perspektive für Ukrainer im Gastgewerbe​ Leverkusen

Arbeitsmarkt in Leverkusen : Gewerkschaft: Job-Perspektive für Ukrainer im Gastgewerbe

Die Bandbreite der Tätigkeiten reiche von der Küche bis zum Service. Hier haben laut Gewerkschaft NGG auch Beschäftigte ohne Berufsausbildung gute Chancen.

Viele Hotels und Gaststätten in Leverkusen sind derzeit dringend auf neues Personal angewiesen – und könnten dabei auch Geflüchteten aus der Ukraine eine Job-Perspektive bieten. „Vorausgesetzt, die Bezahlung stimmt. Denn wer vor dem Krieg flieht und bei uns Schutz sucht, darf nicht ausgenutzt werden. Viele suchen bereits nach Arbeit“, sagt Manja Wiesner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die Geschäftsführerin der NGG-Region Köln verweist auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur. Danach zählte das Leverkusener Gastgewerbe im April 24 offene Stellen – mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahr.

„Das ist auch eine Chance für die Gastronomen und Wirte, die faire Bedingungen bieten“, so Wiesner. Im Gastgewerbe arbeiteten schon immer Menschen unterschiedlichster Herkunft – auch aus Osteuropa. „Die Branche ist ideal für den Quereinstieg: Von der Küche bis zum Service – hier haben auch Beschäftigte ohne Berufsausbildung gute Chancen. Und Fachkräfte werden ohnehin dringend gebraucht – vom Barkeeper bis zur Hotelfachfrau“, betont Wiesner.

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Die Bezahlung im heimischen Gastgewerbe habe sich deutlich verbessert. Nach dem aktuellen Tarifvertrag liege der Einstiegsverdienst in der Branche in Nordrhein-Westfalen seit Mai bei 12,50 Euro pro Stunde. Fachkräfte kommen auf einen Stundenlohn von mindestens 13,95 Euro.

„Nicht nur Beschäftigte aus Leverkusen, sondern gerade auch Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine, die einen Job suchen, sollten darauf bestehen, nach Tarif bezahlt zu werden“, rät Wiesner. Tipps gibt es bei der NGG vor Ort. Infos rund um die Arbeitsrechte, die Nicht-EU-Bürger haben, bieten die Beratungsstellen des gewerkschaftsnahen Netzwerks „Faire Integration“ – auch in ukrainischer Sprache (www.faire-integration.de).