Gesundheitsnetz Leverkusen zieht Bilanz für Mambo

Regionales Gesundheitsnetz : Positive Bilanz nach einem Jahr Mambo

Mit dem Versorgungsprogramm werden chronisch kranke Menschen lückenlos betreut und so wertvolle Zeit gespart.

„Menschen ambulant betreut, optimal versorgt“ – dafür steht Mambo. Schon ein Jahr hilft dieses Versorgungsprogramm chronisch kranken Menschen. Was haben sie bereits bewirkt?

Es gibt immer mehr Menschen, die im Alter an mehreren chronischen Erkrankungen leiden. Durch zu kurze Sprechzeiten können nicht alle ihre Fragen geklärt werden und die Patienten und Ärzte leiden an der Situation. Um dieses Problem zu lösen haben die pronova BKK und das Regionale Gesundheitsnetz Leverkusen das Versorgungsprogramm Mambo gestartet. Patienten und Ärzte sollen durch dieses Projekt wieder mehr Zeit für die Gesundheit haben, denn das sei das Wesentliche.

Schon 1000 Patienten haben sich in das Projekt eingeschrieben, was in mehr als 25 Praxen eingeführt wurde. Und dabei ist die Tendenz steigend. Zu Beginn stand die Vision das Projekt mit den Partnern pronova BKK und der Uni Köln umzusetzen, so Dr. Manfred Klemm, Vorstand im Regionalen Gesundheitsnetz Leverkusen. Doch jetzt seien sie froh, mit allen Partnern für diese Idee gekämpft zu haben, heißt es weiter. Im Sommer 2017 startete dann offiziell das Projekt nach der Förderzusage durch den Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesausschusses.

Das Projekt verschafft den Patienten in der Praxis und zu Hause zusätzliche Zeit, in der sich um sie gekümmert wird. „Den Ärzten bietet es auf der anderen Seite zusätzliche Freiräume für die häufig knapp bemessene Sprechstundenzeit, da viele Fragen bereits im Vorfeld durch Mambo beantwortet sind“, so die Projektleiterin Nicole Balke.

Doch wie schafft Mambo das? Dabei hilft das zentrale Mambo-Instrument MoniKa. Das sind Monitoring- und Kommunikationsassistentinnen. Diese qualifizierten Fachkräfte gehen in persönlichen Gesprächen auf individuelle Fragen, Sorgen und Probleme der Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen ein. Danach geben sie diese Informationen an die behandelnen Ärzte weiter und so können Informationslücken zwischen Patienten und Ärzten geschlossen werden. Die MoniKa sei ein Organisations- und Kommunikationstalent zwischen den Sektoren und in der Unterstützung der Arzt-Patienteninformation, so Nicole Balke.

Nun umfasst das Programm 26 Mambo-Ärzte, die aktiv teilnehmen. Die Projektleiterin erklärt, dass MoniKa als verlängerter Arm der Hausarztpraxis diene und eine individuelle Unterstützung für den Patienten sei, die zu Alltagslösungen führt. Aber auch die Ärzte schätzen die Mehrinformation der MoniKa sehr. Die Unterstützung soll bis zum Ende der Förderperiode im Jahr 2020 weiterlaufen, danach will die Organisation sich als ein fester Bestandteil der Leverkusener Gesundheitsversorgung etablieren.

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