Geschichte des Wildparks Reuschenberg in Leverkusen

Wildpark Reuschenberg : Vom Rittersitz zum Streichelzoo

Wo bis 1968 eine stolze Burg stand, haben heute 200 Tiere eine Heimat. Ein verlassener Zirkusbär machte den Anfang.

Es begann mit einem verlassenen Bären. Ein Zirkus hatte das Tier zurückgelassen, weil er sich nicht mehr um es kümmern konnte. Tierfreude nahmen sich seiner an und baten die Stadt um Unterstützung. Die Idee eines Wildparks wurde geboren und 1976 Wirklichkeit. Was zunächst als private Initiative begann, ging dann 1984 an die Stadt über.

Heute leben rund 200 Tiere auf 60.000 Hektar in der weitläufigen Anlage: Von der Waldameise über Schwarzstörche, Fischotter, Greifvögel, Frettchen und Reptilien, Ziegen, Schafe, Damwild und Mufflons bis hin zu Stachelschweinen, einem Luchs und Bienenvolk. Das morgendliche Duschen der Alpakas bei großer Hitze ist nur eine von vielen Attraktionen. Immer wieder sorgen Tierbabys für Andrang des Publikums. Generationen Leverkusener Kinder erlebten in dem Park erste Tuchfühlung mit Wildtieren.  Führungen, Kindergeburtstag und ein Tag als Tierpfleger können vereinbart werden.

Ihren Namen hat die Anlage von der Burg Reuschenberg.  Sie hat eine bewegte Geschichte. Um 1300 erstmals urkundlich erwähnt, wurde sie bereits 1399 von Kölner Bürgern überfallen. 1676 wurde sie als Schloss neu aufgebaut, durch einen Brand 1885 in Teilen zerstört und 1886 restauriert. 1961 erwarb die Stadt Schloss Reuschenberg, 1968 wurde das Schloss wegen Einsturzgefahr abgerissen.

Auch der allseits beliebte Wildpark rechnete sich für sie Stadt finanziell nicht. 2006 wurde offen über eine Schließung des Areals diskutiert. Doch konnte dieser schmerzhafte Schritt abgewendet werden. Im Januar 2008 übernahm die Lebenshilfe den Betrieb und gründete dazu das Intergrationsunternehmen „Integral“.  Ein engagiertes Team kümmert sich um Tiere und Gehege.

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