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Gelber Ballon-Protest gegen den Autobahn-Ausbau in Leverkusen

Bürgerinitiative erhält Unterstützung von Leverkusener Politik : Gelber Ballon-Protest gegen den Autobahn-Ausbau 

Der geplante Ausbau der Autobahnen in Leverkusen ärgert die Menschen in der Stadt kollektiv. Zwar kennen viele die Pläne, Zeichnungen und Konsequenzen der Verbreiterung von A 1 und A 3, eine echte Vorstellung aber haben sie aber wohl nicht von den zu erwartenden Ausmaßen. Das wollten etwa 100 Aktive nun ändern. Dafür wehten am Samstagvormittag gelbe Ballons in Höhe des Berufskollegs Leverkusen und entlang der Syltstraße im Wind.

Mit einer Menschen- und Ballonkette, zeigten die Demonstranten auf, in welchem Bereich die Schallschutzmauer der oberirdisch  ausgebauten A 3 enden würde. Aufgerufen zu der Aktion hatte die Interessensgemeinschaft Schleswig-Holstein-Siedlung. Ihr Vorsitzender Friedrich Jonas war sichtlich zufrieden mit der Resonanz. Zur Grundidee des Protests sagte er: „Wir haben festgestellt, dass viele Bürger sich die Dimensionen nicht vorstellen können.“

Nicht nur in der Bürgerschaft, auch im Stadtrat lehnt man die Pläne des Bundes ab. Und so verwundert es wohl nicht, das einige Vertreter der Parteien vor Ort waren, um ebenfalls ein Zeichen zu setzen. Melanie Went, SPD-Mitglied im Ortsverein Rheindorf/Hitdorf sagte: „Es ist wichtig, gemeinsam ein Signal zu setzen. Das ist ein Thema, das so gravierend ist, dass nicht die politische Ausrichtung zählt.“ Und: „Ich glaube, wenn man vorher überlegt, ob eine Aktion etwas bringt, dann bewegt man gar nichts. Es ist Hoffnung damit verbunden. Und es wird nicht die letzte Aktion sein.“ Laut Jonas beteiligten sich überdies Lokalpolitiker von CDU, FDP und den Grünen an dem Protest.

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Dessen Inspiration zog Jonas aus dem Ruhrgebiet. Dort wehrten sich die Menschen vor Jahren mit der gleichen Aktion gegen den Autobahnausbau. Die gelben Ballons sind dabei kein Zufall. Schließlich vertritt Bundesverkehrsminister Volker Wissing die Partei, deren Farbe gelb ist. „Mit ihm würden wir gerne ins Gespräch kommen“, betonte Jonas. Eigentlich hätten die Ballons am Ende der Aktion gen Himmel steigen sollen, die Nähe zur Autobahn und eine damit verbundene mögliche Unfallgefahr, verhinderte den Plan jedoch.

Der Ballon-Protest soll der Startschuss zu einer Reihe Aktionen sein, die die Akteure planen. Verraten,wollte Jonas noch nichts. Aber: „Wenn ich das heute sehe, diesen Zuspruch, dann bin ich begeistert.“