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Gedenken: Luftangriff im März 1945 in Leverkusen

Geschichtsverein : Gedenken: Luftangriff im März 1945

Der Opladener Geschichtsverein erinnert exakt 75 Jahre danach an den zweiten schweren Bombenangriff – mit einem Vortrag und einer Gedenkstunde.

6. März 1945: „... Bis 5 Uhr waren heute keine Flieger hier, aber da ging es plötzlich los. Opladen Bahnhof und Umgebung, das Bahnhofsgebäude und der Wasserturm bekamen Volltreffer, ebenfalls das Postgebäude. Das Werk ‚Ideal‘ gegenüber dem Bahnhof ist völlig zerstört, ebenfalls auch der Rest der Eisenbahnwerkstätte. Es sollen sehr viele Tote dort sein...“: So berichtet ein Zeitzeuge über den Luftangriff auf Opladen in einem Brief am Abend des 6. März 1945 um 23.30 Uhr aus Bergisch Neukirchen-Grund.

Es war der letzte große Angriff. Gut einen Monat, konkret am 14. und 15. April 1945, kommen die Amerikaner auf das heutige Leverkusener Stadtgebiet und „beendeten mit der Besetzung die Kriegshandlungen für die Bevölkerung. Die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches folgte wiederum ca. drei Wochen später am 8. Mai 1945“, notiert Michael Gutbier vom OGV zu den Geschehenissen vor 75 Jahren. „Insbesondere nach dem sogenannten D-Day unterstützten die Alliierten ihren Vormarsch nach Deutschland mit vermehrten Luftangriffen und Artilleriebeschüssen. So kehrte der vom nationalsozialistischen Deutschland entfachte Krieg mit aller Wucht nach Deutschland zurück.“

Das Rheinland sei vor allem „durch die Operationen Queen und Granada“ und Luftangriffe auf die Infrastruktur und kriegswichtige Industrie im letzten Kriegsjahr besonders betroffen gewesen. Auf der anderen Seite sei direkt nach der Alliierten-Besetzung des Rheinlandes der Aufbau demokratischer Strukturen und somit der notwendige Neubeginn eingeleitet worden. Diesen Wendepunkt beleuchtet Gutbier an einem Vortragsabend exakt 75 Jahren nach dem Angriffen von März 1945, nämlich am Freitag, 6. März.

Der Vortrag des Opladener Geschichtsvereins gehört zur Reihe „Marksteine deutscher Geschichte aus rheinischer Perskeptive“ und ist mit „1945 – Kriegsende und Neubeginn im Rheinland“ betitelt. Termin: 6. März, 14 Uhr, Villa Römer, Haus-Vorster-Straße 6. Anschließend (ca.15.30 Uhr) gibt es ein Gedenken an die Opfer der Luftangriffe auf Opladen am 28. Dezember 1944 und 6. März 1945 auf dem Ehrenfriedhof an der Rennbaumstraße.

Ein zweites Referat am Freitag, 8. Mai, 11 Uhr, beschäftigt sich im Verwaltungsgebäude Goetheplatz mit  dem den Neubeginn in Stadtgebiet und im Rheinland.

(LH)