GBO gestaltet das Bild von Opladen neu

Quartiersentwicklung : GBO gestaltet das Bild von Opladen neu

Unter anderem an der Kölner Straße wird derzeit gebaut. Wegen des Mangels an Bauland setzt der Bauverein verstärkt auf Nachverdichtung.

Seit Anfang des Jahres verändert sich das Aussehen der Kölner Straße am Eingang zur Fußgängerzone massiv. Dort entsteht ein Neubau des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO). „Wir kommen planmäßig voran, die Kosten werden eingehalten“, berichtete Vorstandsmitglied Alexander Dederichs auf der jüngsten Hauptversammlung. Die Fertigstellung des 7,5 Mio Euro teuren Projektes Kölner Straße 59-63 ist für Frühjahr 2020 geplant.

Persönlich freut sich Dederichs, weil er dort erstmals ein Mansardendach verwirklichen kann, bei dem zusätzlicher Wohnraum entsteht. Das Wohn- und Geschäftshaus ist für insgesamt 26 Wohnungen zwischen jeweils 40 und 150 Quadratmeter sowie 420 Quadratmeter Gewerbefläche konzipiert. Die Gewerbeflächen sind bereits vermietet, die Wohnungsvermietung startet in Kürze.

Zudem hat der GBO im Hinterland der Baustelle weitere Grundstücke erworben. Gerade laufen Gespräche mit der Stadt zum Ausloten der Möglichkeiten im Hederichsfeld. Vor dem Start muss der vorhandene Bebauungsplan zwingend geändert werden.

Etwa zeitgleich mit der Fertigstellung in der Kölner Straße soll der Rohbau in der Kämpchenstraße 5-11 beendet sein. Dort hatte der GBO schon 2014 das ehemalige Heggendruck-Gelände erworben, später den städtischen Parkplatz und ein weiteres Grundstück in der Birkenbergstraße zugekauft, so dass die Genossenschaft jetzt im Besitz des gesamten Eckgrundstücks ist. Im ersten Bauabschnitt wird die Kämpchenstraße bebaut, die Fertigstellung ist Herbst 2020 beabsichtigt. Im Hinterland entsteht eine Tiefgarage für 56 Fahrzeuge, dazu kommen 35 oberirdische Stellplätze. In der Birkenbergstraße – aktuell ist dort noch die Filiale der Deutschen Bank – sind im zweiten Bauabschnitt bis zu 30 Wohnungen und Gewerbeflächen vorgesehen. Das Vorhaben ist noch in Abstimmung mit der Stadt.

Nicht nur mit Neubaumaßnahmen, sondern auch mit Modernisierung seiner 1933 Wohn- und 57 Gewerbeeinheiten hat sich der GBO befasst. In diesem Jahr sind Investitionen in Höhe von 385.000 Euro geplant, vor allem für die Häuser Mittelstraße, Burscheider Straße 130-134, Sandstraße 74-80, Kanalstraße 14-18 und Berliner Platz 10.

Ansprüche an künftige Wohnungen und das gesamte Wohnumfeld würden in Zukunft weiter steigen, verdeutlichte Dederichs zuletzt. Doch schon jetzt könnten Bedürfnisse künftiger Generationen berücksichtigt und umgesetzt werden – wenn bei Bestandswohnungen auch nur im beschränkten Umfang.

Mangels geeigneter Grundstücke müsse man sich zwingend mit der Nachverdichtung und Ersatzbebauung bei bestehenden Häusern auseinandersetzen. Daher habe man entschieden, den Altbau Imbacher Weg 55–57 abzureißen und einen öffentlich geförderten Neubau zu erstellen. Die Modernisierung des Quartiers sei wegen des zu erwartenden Aufwandes unwirtschaftlich gewesen, sagte Dederichs.

Statt bisher acht Wohnungen mit knapp 500 Quadratmetern sollten durch bessere Grundstücksausnutzung zwölf preisgünstige und vor allem barrierefreie Einheiten mit 800 Quadratmeter Gesamtwohnfläche entstehen. Sobald die aktuellen Mieter mit Ersatzunterkünften versorgt seien, beginne der Abbruch der Gebäude.

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