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Gasleitung in Leverkusen: CDU fordert  Bodenbewertung von der Stadt

Zerstört Pipelinebau in Leverkusen die Parabraunerde? : Gasleitung: CDU fordert eine Bodenbewertung von der Stadt

Sollte die Parabraunerde nun auch der neuen H-Gasleitung zum Verhängnis werden so wie der Klimasiedlung am Bohofweg? Die CDU will das Beratungspapier zu Erdgasparallelleitung der NETG und Gasdruckregel- und Messanlage auf die Agenda der Sondersitzung des Umweltausschusses am kommenden Montag, 14. Dezember, holen, bevor der Rat in der sich anschließenden Sitzung darüber diskutiert.

Die im Beratungspapier vorgestellten Änderungen beinhalten aus CDU-Sicht mehrere Punkte, „die sich in den Stellungnahmen der Verwaltung an die Bezirksregierung als erforderlicher Prüfpunkt nicht wiederfinden“.

Bei der Ausführungsplanung, darum dreht sich das Beratungspapier, habe sich zwei Änderungen für Leverkusen ergeben: a) In Voigtslach soll eine zusätzliche Querverbindung samt Absperrarmaturen „zur Verschaltung der NETG-Bestandsleitung 200 und der neu zu errichtenden Leitung 600 gebaut werden“. Und b) geht es um die Verschiebung der zu errichtenden Leitungssperreinrichtungs-Station in Pattscheid an der Leitung 600, um eine Verbindung zu einer anderen Leitung herzustellen.

Die CDU kritisiert, dass in der städtischen Stellungnahme zu den Änderungen „eine wesentliche Bewertung des Fachbereiches Umwelt zum Thema Boden“ fehlt. Durch das Thema Bebauung am Bohofsweg sei klar geworden, dass auf Stadtgebiet „besonders schutzwürdige fruchtbare Böden“, etwa Parabraunerden, existierten. „Solche Böden finden sich großflächig im Verlauf der Trassenführung zwischen Bergisch-Neukirchen und Edelrath“, schreibt die CDU. Aus der Stadtausführungen sei nicht zu erkennen, „ob und wie der Fachbereich Umwelt im Rahmen eines solch massiven Eingriffes in den Boden eine solche Prüfung durchgeführt hat und das dann vorliegende Ergebnis bewertet wurde“.

Zudem: Die neue Gasdruckregel- und Messanlage sei wohl eine Anlage, die den Regelungen der Störfallverordnung unterliege. Dafür müsse es, falls entsprechende Werte überschritten werden, „ein störfallrechtliches Genehmigungsverfahren... mit Öffentlichkeitsbeteiligung“ geben. Darin müsse geklärt werden, welcher Abstand zur schützenswerten Bebauung gegeben sein muss. Die CDU mahnt im Antrag: „Ohne die Beantwortung dieser Fachfragen kann die Vorlage im Sinne der Interessen der Bürger weder beschlossen noch zur Kenntnis genommen werden.“