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Gas-Pipeline: In Leverkusen-Schlebusch werden Bäume gefällt

Ferngasleitungsbau in Leverkusen : Pipeline: Bei Schlebusch wird wieder gefällt

Nach der Beschwerde eines Anwohners war die Rodung vor gut einem Monat unterbrochen worden. Der Anwohner fürchtete „Gefahr für Leib und Leben.“ Ein externer Sachverständiger hat die Sicherheit bei den Arbeiten nun nochmal geprüft.

Seit Montag gehen sie weiter, die Rodungsarbeiten im Waldstück hinter Gärten der Waldsiedlung für die neue NETG-Gasleitung, die das Unternehmen Open Grid Europe (OGE) baut. Im Oktober waren die Baumfällungen erstmal zum Erliegen gekommen. Anwohner Detlev Kraneis hatte „Gefahr für Leib und Leben“ befürchtet und an Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Kölns OB Henriette Reker, OB Uwe Richrath und zuständige Forstbehörden geschrieben.

Für die Trasse müssen „an den waldseitigen Grenzen der Grundstücke Carl-Maria-von-Weber-Straße und Mendelssohnstraße“ Bäume gefällt werden. „Der erforderliche Arbeitssicherheitsstreifen wurde auf den angrenzenden Privatgrundstücken und auf der Mendelssohnstraße nicht eingerichtet“, monierte der Schlebuscher. Nachbarn hätten sich in den Gärten befunden, während auf der anderen Seite gerodet wurde. Das sei gefährlich gewesen, sagte der Anwohner damals gegenüber unserer Redaktion.

Detlev Kraneis hatte „mehrfach und eindeutig“ unter andrem den ökologischen Bauleiter von OGE, aber auch die Forstbehörde darauf aufmerksam gemacht. Die Arbeiten wurden daraufhin vorerst eingestellt.

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Nach dem Stopp hatten es einen Ortstermin gegeben, unter anderem mit der zuständigen Berufsgenossenschaft, dem Forstbetrieb der Stadt Leverkusen und der Polizei. OGE hatte dem Anwohner zugesichert, die Sachlage nochmal zu prüfen.

Das ist zwischenzeitlich geschehen. „Die gesamten Bauarbeiten für die NETG von Voigstlach nach Paffrath werden gemäß den Vorgaben deutscher Gesetze und behördlicher Genehmigungen, insbesondere des Planfeststellungsbeschlusses, umgesetzt“, betont OGE-Sprecher Andreas Lehmann. „Wir nehmen die vorgebrachten Bedenken der Anwohner in Bezug auf die für den Bau der Leitung notwendigen Arbeiten sehr ernst. Vor diesem Hintergrund haben wir auch die Rodungsarbeiten in Schlebusch vor knapp einem Monat vorsorglich unterbrochen.“

Und einen externen Sachverständigen eingeschaltet. Dieser und auch die zuständige Berufsgenossenschaft hätten das Ganze geprüft. Jetzt werden die Arbeiten vorgesetzt. Montag waren der Sachverständige und die Berufsgenossenschaft mit vor Ort. Diese Arbeiten hinter der Waldsiedlung sollen bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein.