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Leverkusen: Für eine gerechtere Welt - wo Kunden fair einkaufen können

Leverkusen : Für eine gerechtere Welt - wo Kunden fair einkaufen können

Fairer Handel ist in Leverkusen ein wichtiges Thema. Viele Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomiebetriebe, Schulen, Kirchengemeinden und Vereine bieten mittlerweile in der Chemiestadt fair gehandelte Produkte an knapp 100 Stationen an.

Ein wichtiger Standort seit vielen Jahrzehnten ist der Eine-Welt-Laden Christuskirche in der Pfarrer-Schmitz-Straße in Wiesdorf. Verwirklicht wurde die Idee des "Eine-Welt-Ladens" 1979 in Opladen an der Kölner Straße; 1987 zog die Eine-Welt-Arbeit dann nach Wiesdorf um. Seit 30 Jahren verkauft der Laden Waren aus fairem Handel, von Kaffee und Schokolade über Seife und Kerzen bis hin zu Taschen und Kunsthandwerk. Damit verhilft er Bauern und Handwerkern in Ländern des Südens zu einem gesicherten Einkommen.

Um allen Bürgern das Thema näher zu bringen, gab es nun ein Straßenfest in der Pfarrer-Schmitz-Straße unter dem Motto "Leverkusen kauft fair ein - für eine gerechtere Welt" mit dem Schwerpunkt Afrika. Verschiedene Vereine, Institutionen und Einzelhändler machten mit, auch der Conceptstore "Himbeertörtchen", der eine "faire" Modenschau präsentierte. Er liegt direkt gegenüber des Fair-Trade-Ladens: "Es ist Zufall, dass wir uns auch für nachhaltige und fair gehandelte Kleidung einsetzen", sagt Inhaberin Mira Gorschlüter. Für die Diplom-Ingenieurin im Bereich Bekleidungstechnik ist faire Kleidung eine Lebenseinstellung.

"Ich finde es toll, dass es hier einen Laden gibt, der fair gehandelte Klamotten anbietet", sagt Waltraut Memon. Für die Elementarpädagogin aus Opladen ist fairer Handel ein wichtiges Thema. In Indien habe sie viele Missstände selbst gesehen. Sie ist eine von zahlreichen Gästen, die das Fest besuchten.

Für die Leiterin des Eine-Welt-Ladens, Karin Bryx, gibt es allerdings nicht nur Grund zur Freude. Zwar sei es schön, dass sich an diesem Tag so viele für das Thema interessierten, allerdings könnte es zu den normalen Öffnungszeiten mehr Kunden sein. Dennoch überwiegt das Positive. So ein großes Straßenfest mit der evangelischen KiTa "Hand in Hand", der internationalen Liste Leverkusen, dem Freundeskreis Tansania und dem Afrika Forum Leverkusen könnte in Zukunft gerne wiederholt werden.

(hawk)