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Früherer Bayer-Justiziar tritt in Leverkusen für die AfD an

Kommunalwahl : Früherer Bayer-Justiziar tritt bei OB-Wahl für die AfD an

Ein früherer Spitzenmanager von Bayer tritt für die AfD in Leverkusen als Oberbürgermeisterkandidat an. Wie die Partei mitteilt, wurde bei einem Aufstellungsparteitag für die Kommunalwahl im Forum der ehemalige Chef-Justiziar des Bayer-Konzerns, Roland Hartwig, nominiert.

Er soll gegen Amtsinhaber Uwe Richrath antreten. Damit erhöht sich die Zahl der Gegenkandidaten auf sechs. Weitere Bewerber sind  Frank Schönberger (CDU), Monika Ballin-Meyer-Ahrens (FDP), Stefan Baake (Grüne), Karl Schweiger (Bürgerliste) und Markus Beisicht (Aufbruch Leverkusen).

Roland Hartwig (65) ist gebürtiger Berliner und sitzt für die AfD im Bundestag. Laut seiner vom Bundestag veröffentlichten Abgeordneten-Biografie trat der Rechtsanwalt 1984 in die Rechtsabteilung der Bayer AG ein und wurde 1997 Leiter der zentralen Patentabteilung. Von 1999 bis 2016 war er Chefsyndikus des Bayer-Konzerns mit weltweiter Verantwortung. Im  Oktober 2016 schied er altersbedingt aus der Bayer AG aus. Im Mai 2013 war er in die AfD eingetreten. Er ist geschieden und hat fünf Kinder. „Mit dieser Kandidatur will ich für all diejenigen ein Beispiel sein, die sich noch nicht trauen, sich aktiv für die Ziele unserer Partei und für unser Land einzusetzen“, sagte Hartwig.

Die AfD tritt in Leverkusen erstmals bei einer Kommunalwahl an. Im Forum stellte die Partei ihre Kandidaten für die Wahlkreise auf, ebenso fünfzehn Kandidaten für die Reserveliste und für alle Bezirksvertretungen. Spitzenkandidat der Reserveliste ist der AfD-Kreisvorsitzende Yannick Noé.

(bu)