Frischzellenkur fürs Hitdorfer Krancafé

Zukunftspläne : Frischzellenkur fürs Hitdorfer Krancafé

Der Hitdorfer Hafen wird umgestaltet, der Kran versetzt. Dann soll das Café zur Lounge werden.

Die Mühlen der Verwaltung mahlen mitunter langsam. Fast vier Jahre sind vergangen, seit der Rat der Stadt Leverkusen das Integrierte Handlungskonzept für Hitdorf beschlossen hat. Drei Jahre liegt es zurück, da entschied sich das Gremium für Um- und Ausgestaltung des Hafenbereiches einschließlich Erneuerung der Kaimauer. Den letzten Ausschlag zur Umgestaltung des Hitdorfer Krancafés aber gab die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk I, als sie im Vorjahr einem Umbau entsprechend dem freiraumplanerischen Vorentwurf zustimmte.

Inzwischen hat Eigentümer Ralf Auel grünes Licht für sein Vorhaben erhalten. Bevor er mit der Runderneuerung des Krancafés beginnen kann, muss er sich allerdings noch weiter gedulden. Denn zuvor – sobald der Kampfmittelräumdienst das Areal freigegeben hat – startet die Stadt Leverkusen mit der Renovierung der Kaimauer. Die Bauarbeiten ab Januar werden voraussichtlich elf Monate in Anspruch nehmen.

Erst danach, etwa Anfang 2021, kann der Eigentümer, der das stark frequentierte Krancafé an der Rheinstraße 91 vor zwei Jahren von Vorbesitzer Dieter Beck erwarb, mit der Umsetzung seiner Pläne beginnen. In Absprache mit dem Denkmalamt plant der Wuppertaler, den Kran von seinem jetzigen Standort um rund 40 Meter nach vorne zu ziehen und gegenüber der Werftstraße zu platzieren, so dass das ehemalige Arbeitsgerät von beiden Seiten gut sichtbar ist. Geschehen soll das Ganze so ähnlich wie einst, als sich der 40 Tonnen schwere Koloss auf Schienen entlang der Kaimauer bewegte.

Mindestens zwei hydraulische Winden werden den Kran Zentimeter um Zentimeter und Stück um Stück versetzen. „Das wird ein schönes Schauspiel“, freut sich Auel schon jetzt auf das Spektakel, das voraussichtlich binnen zweier Stunden abgeschlossen sein wird. Erst danach beginnt die eigentliche Umgestaltung.

Das heutige Krancafé soll in Zukunft als eine Art Lounge dienen. Neu hinzu kommt ein Anbau mit einem Café, insgesamt zwölf Meter lang und sechs Meter breit. Aus dem Inneren und von der Terrasse sollen jeweils 20 Gäste einen schönen Blick auf den Rhein haben, erläuterte Auel, der im Hitdorfer Hafen mit seinem Hausboot vor Anker liegt. Nähere Details zur Ausstattung sind noch nicht bekannt.

Zuvor muss ohnehin erst noch das Erdreich ausgehoben werden, um den Neubau auf Schwimmfutons zu stellen. „Das ist notwendig, damit das Café bei Hochwasser wie ein Boot aufschwimmen kann“, schilderte Auel. Der Kran bleibt – wie eh und je – im Hochwasser stehen. Damit die geplante Sanierung im Januar pünktlich beginnen kann, sind die zum Hafen gehörenden Steganlagen bereits demontiert.

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