Leverkusen: Förderverein Balkantrasse ruft für morgen zur Rad-Demo auf

Leverkusen: Förderverein Balkantrasse ruft für morgen zur Rad-Demo auf

Für den Förderverein waren die vergangenen Jahre eine Erfolgsgeschichte - die Balkantrasse wird viel beradelt, begangen, bewandert. Trotzdem. Seit der Eröffnung 2014 ist die Zeit auch eine Geduldsprobe für den Verein.

Denn immer noch fehlt das letzte Verbindungsstück zwischen Imbacher Weg und Opladener Bahnhof. "Wir warten schon vier Jahre auf den Anschluss", sagt Jürgen Wasse, zweiter Vorsitzender des Fördervereins Balkantrasse. Jetzt macht die Stadt Hoffnung mit einer Mitteilung zu diesem Verbindungsstück. Die Ausführungsplanung ist fertiggestellt, die Zuschüsse sind beantragt, heißt es von der Stadt, der Finanzausschuss, der Anfang Juli tagt, muss zustimmen und die Vogelbrutzeit abgewartet werden. Aber dann...

Für den Förderverein ist dies zwar eine positive Nachricht, aber nicht Grund genug, die für morgen, 16. Juni, angesetzt Rad-Demo zu diesem Thema abzusagen. "Wir haben in der Sache schon so viel erlebt, die Demo bleibt", sagt Wasse. "Allein schon, um noch etwas Druck auf die Politik auszuüben."

Die Demonstrationsfahrt ist eine Veranstaltung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und des Fördervereins. Um 11 Uhr soll es ab dem P&R-Parkplatz an der Bahnhofsbrücke losgehen, schreibt der Förderverein. "Wir haben bei der Polizei rund 50 bis 60 Teilnehmer angemeldet", berichtet Wasse. "Bei gutem Wetter werden es vielleicht noch mehr." Er hat auch um Polizeibegleitung gebeten. Immerhin "bilden allein 50 Radfahrer eine Schlange von 400 Metern Länge und stellen ein Verkehrshindernis dar". Bereits zur Eröffnung der Trasse hatte es Rad-Corsos gegeben, begleitet von der Polizei.

Der nun erhoffte Lückenschluss bis zum Bahnhof - es geht konkret um 800 Meter - ist für den Förderverein Balkantrasse ein weiteres Verbindungsstück zwischen "Berg und Rhein". Und auch die Realisierung des letzten fehlenden Bindeglieds strebt der Verein an: "eine autofreie Verbindung in der Verlängerung der Kastanienallee unter der A 3 durch und am Mühlengraben bis nach Bürrig. Von dort aus bieten sich mehrere Routen an, etwa an den Rhein".

Neben dem Ausbau wollen die Radler morgen auch auf Missstände wie Stellplatznot für Fahrrad-Pendler am Bahnhof hinweisen. Die Situation sei "äußerst unbefriedigend Wasse. Zum Hintergrund: Die Deutsche Bahn habe für den Lückenschluss benötigte Flächen noch im Besitz, sagt die Stadt, die aber nun die Details zum Grundstückserwerb geklärt habe. Ist der erledigt, könne die Ausschreibung beginnen. Bevor gebaut werden kann, muss der Stadt der Bewilligungsbescheid über die Fördergelder vorliegen.

Samstag 16. Juni, 11 Uhr, P&R-Parkplatz Lützenkirchener Straße, Bahnhof Opladen.

(RP)