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Leverkusen: Festival bringt Live-Musik und Kleinkunst in 25 Kneipen

Leverkusen : Festival bringt Live-Musik und Kleinkunst in 25 Kneipen

Eine ganze Stadt im Feierrausch - das hat es in dieser Form noch nicht allzu oft in Leverkusen gegeben. Insofern war das erste Leverkusener Kneipenfestival schon mal ein voller Erfolg. Klar, vor allem das Wetter spielte mit. Es bescherte den Gästen eine laue Sommernacht mit Kleinkunst sowie Musik von 30 Bands und DJs. Und den 25 mitwirkenden Kneipenwirten volle Häuser und gute Umsätze.

Mit Wupsi-Shuttlebussen konnten die Menschen bequem von einem Ziel zum Nächsten fahren, optisch waren sie durch gelbe Luftballons gekennzeichnet. Auch Bernard und Mandy Maybauer nutzten diesen Service. Sie fuhren von Schlebusch nach Opladen. "The Pub" in der Karlstraße war ihre erste Anlaufstation, wo die Gruppe "Lana & friends" mit Balladen, Pop und Rock unterhielt.

Im "Stilbruch" ganz in der Nähe spielten Luca Brauser und seine Band Pop, Punk und Rock. In dieser kleinen Schänke verkehren sonst überwiegend jüngere Leute. Nicht so am Samstag. Da nutzten auch Ältere die Gelegenheit, um reinzuschauen. Gegen 23 Uhr füllte sich die Feiermeile auf der Augustastraße zusehends. Schon Stunden zuvor gab es im "Schmalztöpchen" keinen freien Platz mehr. Riesige Menschentrauben versammelten sich um auf Bürgersteigen aufgestellte Tische und Bänke. Dort begeisterte Magier "Hakuna Matata" (Axel Groll) an seinem 55. Geburtstag mit kleinen Tricks. "Es ist toll, was hier los ist", kommentierte der Hobbyzauberer. Nicht minder angetan von dem bunten Treiben war Claudia Heil aus Bonn. Michael Zeihen aus Opladen sagte: "In anderen Städten gibt es dieses Event schon länger. Klasse, dass Leverkusen nun auch ein eigenes Kneipenfestival hat."

Bereits am frühen Nachmittag wurde das Fest in der Schlebuscher "Jägers' Stube" mit Rudelgucken und Fußball eingeläutet, ehe die Gäste zu Stimmungsmusik übergingen. Im äußersten Westen, in Rheindorf, sorgte die Band "Free Barbie-Kill Ken" aus Grefrath für Powerrock. Hagen Norhausen, Inhaber der gleichnamigen Gaststätte, meinte: "Dafür, dass wir so abgelegen sind, bin ich zufrieden."

Die Menschen der Stadt verbinden, Stadtteilgrenzen überwinden und die einst florierende Kneipenkultur wiederbeleben - diese Idee war vor etwa einem Jahr bei Radio Leverkusen entstanden. Michael Harenberg hat das Ganze organisiert. "Wir sind super zufrieden", sagte der Eventplaner am nächsten Tag. Von Wirten und Gästen - schätzungsweise 5000 - habe er ausschließlich positive Resonanz bekommen. Insofern spreche nichts gegen eine Wiederholung - vorausgesetzt die Sponsoren sind im nächsten Jahr wieder dabei.

(RP)