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Fester Weg: 215 Wohnungen dicht an der Autobahn

Bauausschuss votiert für Paeschke-Pläne : 215 Wohnungen dicht an der Autobahn

Der Bauausschuss votierte jetzt mehrheitlich für das neue Siedlungsprojekt von Paeschke in Steinbüchel. Die Erschließung soll noch in diesem Jahr beginnen. Ab 2021 sollen dann die Häuser gebaut werden.

Das Bauunternehmen Paeschke will in Steinbüchel im Bereich Bruchhauser Straße/Fester Weg/A 1 eine neue Siedlung erstellen. Geplant ist der Bau von rund 215 Wohnungen (auch im preiswerten Mietbereich). Trotz Kritik an der Lage des Baugebietes nahe der Autobahn, einer Hochspannungstrasse und dem geplanten Lkw-Ratsplatz wird der Stadtrat das Projekt beschließen. Dies lassen die Vorberatungen aus dem Bauausschuss zum Bebauungsplan erkennen. Am Montag votierten die Politiker einstimmig (bei zwei Enthaltungen) der B-Plan-Satzung zu. Die Erschließung soll dieses Jahr begonnen werden, der Bau der Häuser ist ab 2021 vorgesehen.

Leverkusen braucht dringend neuen Wohnraum, berichten die Planer in dem Arbeitspapier für die Politiker. Experten gehen davon aus, dass 2040 die Bevölkerungszahl  auf 173.600 Menschen angewachsen ist (momentan: rund 167.500 Einwohner). Auch deshalb werden  in Leverkusen auch so lärmbelastete Flächen wie der bisher landwirtschaftlich genutzte Bereich in Steinbüchel als Wohnstandort genutzt. Die Wohnungen sollen in Einzelhäusern, Reihen- und Kettengebäuden realisiert werden. 90 der 240 Wohnungen werden allerdings in sechs Mehrfamilienhäusern untergebracht. Die Erschließung des Quartiers erfolgt über die Bruchhauser Straße, über Fester Weg und über die Albert-Schweitzer-Straße und einige Nebenstraßen. Eine Durchfahrt zwischen Bruchhauser Straße und Albert-Schweitzer-Straße soll durch Poller verhindert werden.

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Im Vorfeld von Bürgern geäußerte Kritik wegen der Zunahme des Verkehrs wies ist die Stadt zurück. Die bisherigen Straßen könnten die zusätzliche Belastung vertragen. Auch die Befürchtungen der Bewohner rund um die Altenberger Straße, dass durch die Schallschutzmaßnahmen an der Autobahn der Lärm für die bestehenden Wohngebäude gesteigert werde, teilen die Stadtplaner nicht.

Die neue Siedlung wird laut jetziger Idee in zwei Quartiere aufgeteilt sein, die jeweils einen zentralen Platz erhalten. Von zumindest einem dieser Quartiersplätze ist der Blick bis zur Rheinschiene möglich. Wegen der nahen A 1 bekommen die Wohnbauten besonderen Schallschutz.

Die Topografie des Geländes erzwingt Straßen mit einer Steigung von bis zu zwölf Prozent. Die meisten Wege und Straßen sollen allerdings unter sechs Prozent Steigung liegen, womit sie als barrierefrei gelten. Geplant ist auch der Bau einer Kindertagesstätte mit bis zu acht Gruppen (110 Kinder).

Beifall für die Planungen spendete Grünen-Politiker Klaus Wolf. Schotter-Vorgärten sind verboten, Art und Umfang der Grünpflanzungen sind detailliert geregelt Wolf: „Das ist ein Meilenstein für die Stadtentwicklung in Leverkusen.“