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„Fest in Weiß“ lockt Gäste mit internationaler Küche

Besonderes Abendessen : „Fest in Weiß“ lockt Gäste mit internationaler Küche

Die Idee zum Abendessen unter freiem Himmel, zu dem sich 60 Bürger vor der Aloysius-Kirche trafen, stammt aus Frankreich. 

Tarte aus Frankreich, gebratene Auberginen aus Italien, Kaviar aus Russland, karamellisierte Walnussschnitten aus Deutschland um nur einige Speisen zu nennen: Die weiß dekorierten Tische bogen sich nahezu unter der Last der internationalen Köstlichkeiten.

Rundherum saßen am vergangenen Freitagabend etwa 60 Frauen und Männer in weißen Kleidern und speisten gemütlich, während neugierige Passanten vorbeigingen und sich wunderten. Manche vermuteten, es handele sich wohl um eine Hochzeitsgesellschaft. Andere nahmen an, es könne ein Ärztekongress sein, der sich da auf dem Vorplatz der Aloysius-Kapelle versammelt hatte.

Tatsächlich war es ein „Fest in Weiß“. Die Idee zu einem solchen „Dîner en blanc“ (deutsch: Essen in Weiß) stammt ursprünglich aus Frankreich. Manni Gruse, inzwischen verstorbener Opladener Gastronom und Frankreich-Liebhaber, importierte diesen Grundgedanken vor Jahren in seine Heimatstadt. Und verwandelte das als Flashmob initiierte Ereignis in eine vorgeplante Besonderheit.

Das „Fest in Weiß“, wie es in Opladen genannt wird, organisiert heute Gruses Tochter Claudia Heid. „Der Papa ist wieder dabei und schaut von oben zu“, sagte sie zuversichtlich, nachdem das sechste Fest – das dritte ohne ihren Vater – begonnen hatte. Unterstützung kam erneut von Dirk Pott. Der stellvertretende AGO-Vorsitzende hatte den Bereich mit weißem Band abgesperrt, außerdem für Biertische und Bänke samt Hussen gesorgt. Und er hatte Saxophon-Spieler Dennis Tiborc engagiert, dessen Honorar er vom gewährten Zuschuss der KulturstadtLev bezahlen konnte. Über Stunden unterhielt der Künstler – natürlich ebenfalls in Weiß gekleidet – beim Candlelight-Dinner mit angenehmer Hintergrund-Musik. Zum Beispiel auch mit dem Titel von James Brown „I feel good“.

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 Speisen, Getränke, Geschirr und Dekoration – alles brachten die Teilnehmer selbst mit. „Heute lassen wir es uns endlich mal richtig gut gehen“, konstatierte Kerstin Munkel zufrieden, während sie gemeinsam mit ihrer Familie an einem Tisch saß und den Abend intensiv genoss. Zumal auch sie von der jüngsten Flut stark betroffen war.

„Schön, dass wir hier zusammen feiern dürfen“, sagten auch Pina Romagnolo und ihre Mutter strahlend. Für beide war es die zweite Teilnahme an dem ganz besonderen Abendessen. Das letzte Event lag inzwischen genau fünf Jahre zurück. Eigentlich sollte es alle zwei Jahre gefeiert werden, aber Corona hatte für eine Zwangspause gesorgt. Doch die nächste Feier kann voraussichtlich erneut in zwei Jahren starten.