Ferienkursus im Industriemuseum in Leverkusen

Industriemuseum Sensenhammer : Beim Ferienkursus küsst Schmiedeeisen Papier

Beim Ferienkursus „Feuer und Farbe“ im Industriemuseum Sensenhammer erproben Kinder kreative Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Sommerferien sind da. Und mit ihnen gibt es auch ein vielfältges Angebot beim Sommerferienprogramm rund um Leverkusen. Seit 2013 bietet das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer unter dem Thema „Feuer und Farbe“ einen eintägigen Schmiedekursus an, der gerade für junge Schüler gedacht ist, die nicht gleich eine oder mehrere Wochen verreisen möchten.

Dabei kommt es zum Zusammenspiel von harter Substanz und zart besaitetem Material, unter dem Motto: Schmiedeeisen küsst Papier. Verantwortlich dafür ist unter anderem Anne-Katrin Harscher. Die Pädagogin arbeitet seit einigen Jahren für das Industriemuseum und bietet dort verschiedene Kurse an. In den Ferien geht es um die feine Kunst des Schmiedens. Gemeinsam mit den teilnehmenden Kindern werden zunächst in den alten, fast schon martialisch wirkenden heißen Öfen die einzelnen Eisen geschmiedet. Eine Schutzeinweisung darf natürlich nicht fehlen, robuste Kleidung und festes Schuhwerk sind Voraussetzung.

Dann geht es los, und verschiedene Figuren entstehen im Herzen des Ofens: Schneckenhäuschen, Herzen, Schlangen und Notenschlüssel. Bevor die Arbeit mit der farbigen Drucktechnik startet, müssen die lernwilligen Pänz das Eisen erst einmal zurechtschleifen. „Nur mit einer ebenen glatten Oberfläche klappt der Druck auch so, wie er eigentlich funktionieren soll“, erklärt Harscher.

Der elfjährige Florian versteht die Aufgabe sehr schnell und hat sichtlich Freude dabei. Die zehnjährige Fiora kennt sich im Handwerk schon bestens aus: „Mein Vater arbeitet als Möbelbauer, da bauen wir manchmal auch was zusammen“, sagt sie. Ihre Paradedisziplin sei eigentlich Judo. Doch in den Ferien hätte sie ja mehr Zeit für Kreatives. Die Burscheider Schülerin hatte beim Training einen Flyer über das Ferienprogramm des Industriemuseums gesehen und sich schnell entschieden, dass sie da mitmachen werde. „Handwerk und Malen macht mir immer Spaß“, lautet ihr Fazit. Am meisten freue sie sich über das Ergebnis, das sie dann auch mit nach Hause nehmen darf: „Die Gemälde schenke ich dann alle meiner Familie. Die dürfen dann staunen, was wir hier alles gemacht haben.“

Für alle Schmiedefreunde gibt es in der Ferienzeit noch einen weiteren Höhepunkt im Freudenthaler Industriemuseum. Denn am 2. August wartet dort die traditionelle Nacht der Schmiedefeuer. Teilnehmer erleben dann rotglühendes Eisen im Feuer, sprühende Funken in der Dunkelheit und rhythmische Klänge des Schmiedehammers in der Dämmerung.
Infos: www.sensenhammer.de

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