Fechterin Britta Heidemann beim Neujahrsmpfang der Sparkasse Leverkusen.

Neujahrsempfang der Sparkasse : Tipps für ein erfolgreiches Leben

Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann war Gastrednerin beim Neujahrsempfang der Sparkasse. Die Gäste hörten, was man von ihr und ihrer Sportart lernen kann.

Britta Heidemann hat ein sehr einnehmendes Lachen. Die 37-jährige Ausnahmesportlerin war daher nicht nur eine sehr angenehme und sympathische Gastreferentin beim Neujahrsempfang der Sparkasse Leverkusen. Das Geldinstitut traute sich auch, seine Gäste einmal gerade nicht über das Geschehen aus Politik und Wirtschaft aufzuklären. Vielmehr lautete das Thema schlicht: „Erfolg ist eine Frage der Haltung.“

So erfuhren die Sparkassen-Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport, was man vom Fechten für das Leben lernen kann. Eine ganze Menge, wenn man den bisherigen außerordentlich erfolgreichen Lebensweg der Fecht-Olympiasiegerin mit ihrer langen Liste weiterer sportlicher Erfolge betrachtet. Das habe sie erreicht, weil sie sich immer wieder selbst Situationen aussetzte, die unangenehm waren. Ihr Credo: „Ich glaube an Spaß und Herausforderungen.“

Das versuchte die dann am Ende ihres Vortrags gleich zwei Besuchern zu vermitteln. Das Equipment aus Degen, Helm und Körperschutz lag bereit. Die Probanden wurden kurz eingewiesen und erlebten, dass Fechten anstrengend ist. Die Fechtmeisterin erklärte kurz, dass ihre Sportart etwas ist, bei der man ins Schwitzen komme, ohne sich dabei bewegen zu müssen. Die (Schutz-) Kleidung enge ein und wärmt.

Britta Heidemann ging für den TSV Bayer Leverkusen (seit 25 Jahren Mitglied) an den Start. Und war selbst erstaunt, wie sie mit ihren einleitenden Worten bekannte, dass sie eigentlich sehr selten in Leverkusen sei. Sie wohnt in Köln, aber man kann sie wohl durchaus als Weltbürgerin bezeichnen. Ihr Lieblingsland ist China, das sie als 15-jährige Austauschschülerin bereits kennenlernte. „Ich habe schon immer das Außergewöhnliche gesucht. Während Mitschüler nach England, Frankreich oder in die USA gingen, habe ich mich für Peking entschieden.“

Ein späteres Betriebspraktikum bei Bayer in China führte auch dazu, dass sie ihre Sprachkenntnisse verbesserte. Doch ihre allerbesten Erinnerungen hat sie an ihren Olympiasieg 2008 – ausgerechnet in Peking. Durch ihr Studium der Regionalwissenschaften Chinas wurde sie sogar zu einer echten Expertin.

Bei ihren zahlreichen sportlichen Erfolgen gab es auch viele Rückschläge, bekannte die Fechterin. Sie hatte gerade bei ihren Tiefs im Leben erkannt, dass sie sich oft übernommen hatte. „Es ist wichtig, auch Mut zu Pausen zu haben“, bekannte sie, damit das Leben in einer Balance zu bleibt. Um in der Sportlersprache zu bleiben: „Die Mehr-Pausen-Taktik war erfolgreich gewesen.“ In einer achtwöchigen Zwangspause nach einer Operation an der Hand hatte sie Zeit, über viele Dinge nachzudenken. „Das war wie eine Reset-Taste.“

Sparkassen-Chef Rainer Rainer Schwarz hatte zuvor einige Punkte angesprochen, mit denen sich sein Haus im abgelaufenen Jahr auseinandersetzen musste: „Im Jahr 2019 wurden viele Gewissheiten in Frage gestellt. Es war ein herausforderndes Jahr.“ Auf Leverkusen bezogen gab es jedoch einige Pluspunkte: Der Busbahnhof wurde endlich fertig, und die Neue Bahnstadt in Opladen mache sehr gute Fortschritte. Er verwies auf den 27. Februar, wenn die Sparkasse ihre Bilanzzahlen vorstellen werde.